Piper Heidsieck: Champagner Diner

Gimme seven!

Fotos: VINUM, Piper Heidsieck

230 Jahre Geschichte, eigene Kalksteinkeller, mehr Auszeichnungen als alle anderen Champagner-Häuser und natürlich: das Lieblingsgetränk von Marilyn, um nur einige Keyfacts zu nennen. Wenn Piper-Heidsieck zum Champagner Diner lädt, spielt die Geschichte immer mit.

Die Zahl «7» scheint aktuell im Traditionshaus Piper-Heidsieck eine essentielle Rolle zu haben. Zum Einen weil man aktuell in der Rangliste der Champagner-Produzenten mit 4 Millionen Flaschen p.a. auf Platz 7 steht, zum Anderen weil es genau sieben verschiedene Champagner gibt. Wobei das nicht so ganz richtig ist, denn ein achter Wein, der «Riviera», gehört auch (wieder) ins Portfolio. Er hat eine bewegte Geschichte hinter sich – und das, obwohl er die jüngste Kreation ist. Auf einem Fine Dining Event im «Zenzakan» in Frankfurt/M. präsentierte Kellermeister Émilien Boutillat den «Riviera» zum Aperitif. Stilecht auf Eis und im bruchsicheren Glas.

Als der Wein 2006 unter dem Namen «Piscine» (französisch: Schwimmbecken) erstmals auf den Markt kam, war der im deutschen leicht irritierend klingende Name wenig hilfreich und verhinderte wahrscheinlich den Durchbruch. Aber die Konkurrenz coverte das Prinzip des «Iced Champagne» mit durchschlagendem Erfolg. Deshalb zog Piper-Heidsieck im letzten Jahr nach, allerdings unter neuem Namen: Aus Piscine wurde «Riviera». Mit deutlich weniger Dosage als seine jüngeren Mitbewerber, ist er immer noch der perfekte Aperitif und das Mass der Dinge in Sachen Lifestyle-Champagner. Émilien Boutillat, Kellermeister des Hauses, erzählt die Geschichte am Rand des Diners mit einem Lächeln und den Worten «… und da sage noch einer, als Trendsetter hätte man es leicht…» Nach 230 Jahren Champagner Geschichte wird man offensichtlich gelassener.

Zurück zum Diner: Der Vintage 2012 solo getrunken war unser Favorit des Abends. Vor allem weil er für einen Champagner erstaunlich viel dunkle Aromatik zeigte. Warme Gewürze wie Zimt und Kardamom sind zu riechen, faszinierend komplex und tiefgründig. Nach 1 Stunde im Glas ganz deutlich Kaffeenoten, sogar Schokolade. Trotzdem immer diese frische Crispyness. Braucht Zeit und Luft im Glas - aus der Champagnerflöte bringt man sich um den größten Spass. Als Most-wanted Pairing wussten in Ingwer-Butter glasierter Kabeljau und der «Essentiel Blanc de Blancs» besonders zu überzeugen. Die salzige Würze des Champagner nahm das Meeresaroma des Fisches auf, die leichte Ingwernote fand sich im Abgang wieder. Bien fait!

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