Castell 2009: Weinlese zwischen Shorts und Winterkleidung

19.11.2009 - aw-yoopress-cs arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Castell) - Ein Jubiläumsgeschenk der Silvanertrauben: "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Silvanertrauben jemals so toll geschmeckt haben wie dieses Jahr", schwärmt Karl-Heinz Rebitzer, Weingutsleiter des Fürstlich Castell'schen Domänenamtes, von der diesjährigen Weinernte. "Mit einer Weinlese zwischen Shorts und Winterkleidung klang ein ebenso wechselhaftes Weinjahr aus."

 

Ein ausgeprägter, langer Winter wurde von einem wachstumsstarken, kurzen Frühjahr abgelöst. Der warme April und der sommerlich-heiße Mai sorgten für einen Entwicklungsvorsprung der Reben, der im Juni durch die Schafskälte gebremst wurde. Eine ungewöhnlich lange Blüte verlangte wegen der unterschiedlichen Entwicklungsstadien nach einem arbeitsintensiven, differenzierten Vorgehen. Im feucht-warmen Juli stand der Pflanzenschutz im Vordergrund und im August kündigte sich bereits eine frühe Lese an.

Zum Glück wurde Castell weitestgehend vom Hagel verschont und die Lese begann am 22. September sehr zügig, ein stabiles Hochdruckwetter mit sommerlichen Temperaturen ermöglichte dann einen ruhigeren Fortgang. In den letzten Lesetagen stellte sich dann der Herbst mit kühlen 10°C ein. Einige Rebzeilen für den Eiswein warten nun noch auf frostige Temperaturen. Erfreulich: Auch in diesem Jahr wurde im Juli wieder eine Grünlese für den Verjus durchgeführt.

Mit einem Umsatz-Plus von 5 % konnte das Weingut trotz der schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft erfolgreich arbeiten. Diese Entwicklung zeugt auch für einen Trend weg von austauschbaren internationalen Weinen hin zu einem wiederentdeckten Bewusstsein für die deutschen Weinregionen. Und hier spielt Franken im Silvaner-Jubiläums-Jahr eine wichtige Rolle.

Auf den Silvaner, auf die Zukunft! - Über 200 verschiedene Veranstaltungen in und außerhalb Frankens weckten die Aufmerksamkeit für diese Rebsorte. Mit einem großen Festakt wurde das Jubiläum in Castell eröffnet, mit über 400 Weinrepräsentanten aus fast 70 Weinbaugemeinden, Prominenz aus Politik, Weinbranche und Presse. Die wohl beeindruckendste Veranstaltung war die Internationale Raritätenverkostung im Schloss Castell mit insgesamt 26 Weinen aus 3 Ländern und den weltweit führenden Weinkritikern. Wir öffneten einen 1951er Casteller Schlossberg Silvaner.

"Trotz unzähliger Presseberichte von Hamburg bis München und der positiven Resonanz der Weinkritiker müssen wir dennoch kontinuierlich am guten Ruf des Silvaners weiter arbeiten", resümiert Weingutsleiter Karl-Heinz Rebitzer. "Silvaner soll auch international kein Unbekannter bleiben, sondern als zeitgemäßes, authentisches Symbol die Reputation Frankens weithin festigen. Weinqualitäten wie 2009 sind hierfür die Grundlage und erleichtern die Mühen."

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