Frankreich setzt Sonderregel für Rosé-Wein durch

26.03.2009 - arthur.wirtzfeld

BELGIEN (Brüssel) - Im Streit um "reinen" Rosé-Wein hat Frankreich eine Sonderregel durchgesetzt. Experten der 27 EU-Staaten billigten am Dienstag in Brüssel einen Kompromissvorschlag der EU-Kommission, wonach französischer Wein künftig die Bezeichnung "traditioneller Rosé" auf dem Etikett tragen darf. Damit wollen die französischen Winzer ihre Produkte von anderen Rosé-Weinen abheben, die durch das Mischen von Rot- und Weißwein hergestellt werden.

 

Mit der im Dezember 2007 beschlossenen Weinmarktreform erlaubte es die EU erstmals, Rosé auch durch das Verschneiden von rotem und weißem Wein zu produzieren, wie bereits heute in Australien oder Südafrika üblich. Früher galt dagegen die aus der Provence stammende Herstellungsmethode als wegweisend. Dabei werden Haut und Fruchtfleisch roter Trauben vor dem Keltern nur kurz aufgeweicht, so dass der Rebensaft eine rosarote statt einer roten Farbe erhält. 

VINUM-Newsletter

Erhalten Sie das Neuste von VINUM direkt in Ihre Inbox!

JETZT ABONNIEREN