Der Weg ins Finale zur Wahl der deutschen Weinkönigin ist frei!

03.10.2010 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Neustadt a. d. Weinstraße) - Diesmal war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Wohl selten fiel der 80köpfigen Jury die Entscheidung so schwer, wer in der kommenden Woche um die Krone der 62. Deutschen Weinkönigin kämpfen darf. Und wohl selten hatten sich die mitgereisten Fangruppen so sehr ins Zeug gelegt, wie in diesem Jahr. Mehr als 3300 Artikel über die Deutsche Weinkönigin seien allein in diesem Jahr in den Printmedien erschienen, das entspreche einer Auflage von 81 Millionen Exemplaren, berichtete DWI-Geschäftsführerin Monika Reule zu Beginn der Fachbefragung, und konstatierte: "Das Interesse an der Weinkönigin und ihrer Wahl ist so hoch wie nie."

 

Zur Wahl stellten sich am Samstag dreizehn junge Damen im Alter zwischen 20 und 27 Jahren. Alle dreizehn haben bereits eines der dreizehn deutschen Weinanbaugebiete vertreten. Am Samstag mussten sich die jungen Frauen kritischen Fragen rund um den deutschen Wein stellen, die von einer Expertenjury ausgesucht worden waren. Zu beantworten waren je eine Frage aus den Bereichen Weinproduktion und Marketing, dazu mussten Aromen eines Weins beschrieben werden und eine Weinbauregion auf Englisch schmackhaft gemacht werden. Das war nicht immer einfach – die Fragen verlangten ein hohes Niveau an Weinfachwissen.

Carolin Spyra von der Nahe begeisterte schon im Skiurlaub Österreicher für deutsche Weine und prophezeite, die edlen Tropfen würden auch die Chinesen umhauen. Melanie Unsleber aus Franken beeindruckte mit perfektem Portugiesisch, in dem sie den Brasilianern gleich mal den Caipirinha "verbot" – zugunsten deutscher Weine natürlich. Mandy Großgarten konnte hingegen die Zuschauer beruhigen, dass sie junge Rotweine gerne auch mal leicht gekühlt trinken dürfen – "der Trend geht durchaus dahin", versicherte sie.

Katja Bohnert aus Baden punktete mit umfangreichem Wissen über Eiswein, Muschelkalk und Bioweinen, letztere kämen der Philosophie der Kunden vom naturnahen Wein entgegen. Dennoch gelte vor allem eines: "Qualität bleibt Qualität, und die muss man vorab probieren", sagte Bohnert. "Probieren Sie es zuhause mal", riet auch die Rheinhessin Sina Listmann den Zuschauern zum Dekantieren schwerer Weißweine. Die Rheinhessin begeisterte mit ihrer spritzigen und äußerst kompetenten Art den Saal.

Um 19.15 Uhr wurde es dann im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße ganz still, als Monika Reule die entscheidenden sechs Briefumschläge auf die Bühne brachte. Dann brach unbeschreiblicher Jubel los: Die ersten sechs aus dreizehn sind gekürt. Nun wächst die Spannung vor der Frage: Wer wird am 8. Oktober 62. Deutsche Weinkönigin?

 

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