Südafrikanischer Weinpionier Graham Beck verstorben

29.07.2010 - arthur.wirtzfeld

UK (London) – Einer der Pioniere der modernen südafrikanischen Weinindustrie, Graham Beck, an sich ein klassischer Unternehmer und Philanthrop, starb am Dienstagmorgen in London in den Armen seiner Ehefrau Rhona. Es war das Ende eines langen Leidens, bevor er den Kampf gegen Lungenkrebs verlor.

 

Nach 15 Jahren in der Bergbauindustrie kaufte sich Beck 1976 ein Gestüt in Robertson und übernahm dann 1983 die Weinfarm Madeba, ebenfalls nahe der Western Cape Stadt Robertson. Ab nun begann sein Werdegang zum Weltklassewinzer. Nach und nach erwarb er drei weitere Farmen in der südlichen Cape Provinzen Franschhoek und Stellenbosch. Die Weinberge von Madeba mit 189 Hektar liegen außerhalb von Robertson, seine Weinfarm in Franschoek bewirtschaftet 97 Hektar, Skoongesig 36 Hektar und Vredenhof 64 Hektar.

Beck hat seine Weinfarmen nicht wahllos erworben, sondern mit Bedacht. Durch die verschiedenen Lagen der Weinberge konnte er die jeweils passenden Rebsorten anbauen lassen, was die Basis für seine bekannten Weinqualitäten wurde.

Durch seine wirtschaftlichen Erfolge konnte sich Beck an verschiedenen Unternehmen beteiligen, immer mit der Maßgabe, Beschäftigung für Minderheiten zu schaffen. U.a. hielt 50 Prozent an der Douglas Green Bellingham Winery, bevor diese 2006 verkauft wurde. Seine letzte Investition in Sachen Wein war 2005, als er die Steenberg Winery und Hotel erwarb.

Beck betonte immer, dass seine größte Leistung darin bestanden habe, Beschäftigung für Tausende von Menschen geschaffen zu haben, damit diese ihr Leben verbessern könnten. So wurden auch Becks Weinfarmen in die öffentlichen Programme für soziale Entwicklung integriert.

Nach Bekanntwerden von Becks Tod wurde seine Facebook-Seite mit Kondolenzschreiben überschwemmt. Zu lesen ist, dass er „ein großer Verlust für die Weinwirtschaft“ sei und ein anderer Beitrag lautet: „Südafrika vermisst Deine Wärme, Deine Fürsorge und Deine Integrität“. 

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