Unbekannte plündern Weinberg der Hamburger Bürgerschaft

30.09.2010 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Hamburg) - Unbekannte haben den Weinberg des Hamburger Bürgerschaft geplündert. An den 100 Rebstöcken am Elbhang unweit der berühmten St. Pauli-Landungsbrücken direkt am Hafen wurde nur noch "ein kläglicher Rest" von Trauben gefunden, wie die Pressestelle des Landesparlaments der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. Offenbar hätten sich "unbekannte Mundräuber" kurz vor dem für Mittwoch geplanten Beginn der Weinlese in Hamburg über die Pflanzen hergemacht. Die verbliebenen Trauben seien an eine Obdachloseneinrichtung übergeben worden.

 

Den Weinberg mit Blick über den Hafen gibt es seit 1995. Er ist ein Geschenk von Wirten aus Baden-Württemberg, die jährlich zu einem "Stuttgarter Weindorf" in der Hansestadt kommen. Die Trauben der Sorten Regent und Phönix werden von einer Weinbaumeisterin aus Stuttgart zu einem Wein namens "Stintfang Cuvée", auch liebevoll Hanse Primeur genannt, verarbeitet, wobei die Bezeichnung an den alten Namen der Anhöhe mit den Reben erinnert. Die rund 50 kleinen Flaschen, die dabei jedes Jahr entstehen, werden als Geschenke an ausgewählte Staatsgäste der Bürgerschaft verschenkt. Zu kaufen gibt es den Wein nicht.

Das Stintfang Cuvée, das sich an die schwäbischen Schillerweinen anlehnt, ist leicht und trocken, säurebetont und entsprechend der meernahen Lage auch etwas würzig. Damit die Rebstöcke unbeschadet das Jahr überstehen, kontrollieren Mitarbeiter der Bürgerschaft regelmäßig den Weinberg.

 

 

 

 

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Blick vom Stintfang über die St. Pauli Landungsbrücken

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