8. MEININGER AWARD - Excellence in wine & spirit

08.03.2012 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Düsseldorf) - Die ProWein als Basis und die Galaveranstaltung im Hotel InterContinental war der Rahmen für die diesjährigen Träger der Auszeichnungen: Darunter der französische Weinmagnat Bernard Magrez, der geschäftsführende Gesellschafter der Eggers & Franke Holding J. Christoph Meier, der bekannte italienische Weingutsbesitzer Angelo Gaja und Ernst F. Loosen, der Riesling-König von der Mosel. Mit dem Titel Spirituosenmarke des Jahres wurde das Bittergetränk „Aperol“ ausgezeichnet.

 

Der „Sonderpreis der Jury“ ging in diesem Jahr an einen der Shootingstars der deutschen Weinszene - Ernst F. Loosen. Er ist ein Global Player mit tiefen Wurzeln an der Mosel und liefert seine Weine in über 60 Länder. „Der Name Loosen steht für Riesling von höchster Güte, für Visionen und Stärke und für Projekte mit Erfolgsgarantie und er ist der Riesling-Botschafter, der viel für das Image des deutschen Weins über die Grenzen Deutschlands hinaus geleistet hat“, fasst Laudatorin und WEINWELT-Chefredakteurin Ilka Lindemann die Erfolgsgeschichte von Ernst F. Loosen kurz und prägnant zusammen.

Den Preis „Weinunternehmer des Jahres - International“ erhielt Bernard Magrez, Inhaber der renommierten Weingüter Château Pape Clément und Château La Tour Carnet in Bordeaux sowie weiterer Weinbaubetriebe auf der ganzen Welt, die allesamt für Qualität stehen. „Sein Interesse galt von Beginn an Qualitätsweinen, die etwas Besonderes und Außergewöhnliches in sich tragen. Und so zählt eine Reihe von imposanten Super-Premium-Weinen zum Portfolio, das er unter seinem Namen vermarktet. Sein unbeirrbarer Anspruch, stets zu den Besten zu gehören, und seine Begeisterung für den Wein haben ihn zu einem der mächtigsten Männer der Weinbranche gemacht“, urteilte die Jury.

Zum „Weinunternehmer des Jahres - National“ kürte die Jury den geschäftsführenden Gesellschafter der Eggers & Franke Holding, J. Christoph Meier. „Mit Traditionsbewusstsein, Innovationsfreude und Zielstrebigkeit hat er in kurzer Zeit eine beispielhafte unternehmerische Erfolgsgeschichte geschrieben, deren Ende noch lange nicht in Sicht ist“, lobte ihn die Jury.

Den „Ehrenpreis für das Lebenswerk“ erhielt Angelo Gaja. „Als Sohn einer Piemonteser Winzerfamilie, die bereits damals weit über die lokalen Grenzen für ihren Barbaresco bekannt war, war Angelo mehr als prädestiniert dafür, die in der Region anerkannte Qualität der Weine auch in die Welt zu tragen. Eine Aufgabe, die ihm auf fulminante Weise gelungen ist“, resümierte die Jury und kommentierte den Ehrenpreis mit den Worten: „Angelo Gaja holte den Barbaresco aus dem übermächtigen Schatten des Nachbarn Barolo. Sein Barbaresco und die Weine aus den drei Einzellagen Sori San Lorenzo, Sori Tildin und Costa Russi zählen heute zu den weltweit begehrtesten italienischen Weinen.“

Die Auszeichnung „Spirituosenmarke des Jahres“ wurde an Aperol verliehen. Ganz Deutschland sieht „orange“, denkt man an den phänomenalen Erfolgsdrink des vergangenen Sommers - Aperol Spritz. Den Bitter-Klassiker, der von den Brüdern Luigi und Silvio Barbieri anlässlich einer Ausstellung in Padua kreiert wurde, gibt es bereits seit 92 Jahren. Und er ist ein echter Glücksgriff für die Campari-Gruppe. 2004 hat das Mailänder Unternehmen das bitter-süße Getränk übernommen. Seit dieser Zeit hat sich der Absatz von Aperol verfünffacht. Inzwischen entfällt bereits ein Zehntel des Gesamtumsatzes der Gruppe auf den roten Bitter aus Italien - eine Entwicklung, die der Campari-Vorstandvorsitzende Bob Kunze-Concewitz im Interview so kommentierte: „Mein Vorgänger hat das Potenzial der Marke erkannt und die nötigen Mittel hineingesteckt. Ich habe die Internationalisierung vorangetrieben.“ Und durch eine konsequente Markenarbeit ist es Campari gelungen, dass Aperol von der Importspirituose zum absoluten Kultklassiker avanciert ist, der die Vorlieben heutiger Konsumenten trifft.

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