Weinkonsumenten zahlen mehr für Zungenbrecher

01.03.2012 - arthur.wirtzfeld

KANADA (Ontario) - Erstaunlich oder albern? Weine schmecken besser, wenn der Name des Erzeugers auf dem Label schwer auszusprechen ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung von Professorin Dr. Antonia Mantonakis, erstellt an der kanadischen Brock University (Ontario). Außerdem belegt die Studie, dass Verbraucher eher die Weine kaufen, deren Etiketten Zungenbrecher-Namen enthalten.

 

So bewerteten die Probanden der Studie die Weine mit höheren Punktzahlen, die von Erzeugern mit fast unaussprechlichen oder fremdartigen Namen stammten. Auch waren sie eher bereit mehr für die Weine zu zahlen, bei denen der Name des Erzeugers in der englischen Sprache schwer oder kaum artikulierbar war.

„Wir waren überrascht als wir feststellten, dass Weine mit schwierigen Namen höher bewertet wurden“, kommentiert Mantonakis ihre Studie. „Wir führen das darauf zurück, dass Dinge, die schwer zu benennen oder schwerlich auszusprechen sind, nicht vertraut, also selten sind. Und was rar ist, ist wohl unterbewusst wertvoller.“

So belegt die Studie auch, dass die Wahrnehmung der Probanden sich änderte, sobald sie mit schwer lesbaren Namen konfrontiert wurden. Dies wurde speziell bei Probanden mit höherem Weinwissen festgestellt. „Ich weiß allerdings nicht, ob unsere Studie in der Praxis den Weinkauf auch so reflektiert. Dies müsste man in einem separaten Versuch herausfinden“, resümiert Dr. Antonia Mantonakis.

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