Werden Weinetiketten zukünftig Angaben von Kalorien enthalten?

11.11.2014 - arthur.wirtzfeld

UK (London) – Mehr als zwei Drittel der von der „Royal Society for Public Health“ (Königliche Gesellschaft für Gesundheit – kurz: RSPH) in einer Studie befragten Personen wollen Angaben der Kalorien auf den Etiketten von Bier, Wein und Spirituosen. Insgesamt 2.117 Erwachsene nahmen an der Befragung teil – 67 Prozent von ihnen würden eine Kennzeichnung der Kalorien auf alkoholischen Getränken aktiv unterstützen. In der Studie antworteten 80 Prozent der befragten Personen, dass Sie die Kalorien von Alkoholika nicht einschätzen könnten.

 

Mit der Studie will die RSPH Druck auf die britische Regierung und gleichzeitig auf die Europäische Kommission ausüben, denn aktuell stehen Entscheidungen bezüglich neuer Kennzeichnungspflichten für  Alkoholika an, die denen für Lebensmittel angepasst werden sollen. „Die Verbraucher haben sich bei Lebensmitteln an die Angaben von Kalorien gewöhnt und würden entsprechende Angaben auf den Etiketten von Bier und Wein begrüßen, um auch hier eine Entscheidungshilfe zu haben“, erläutert Shirley Cramer, Vorstandsvorsitzende der RSPH. 

Bei einem sind sich Gesetzgeber, Gesundheitsexperten und bewusste Verbraucher einig: Alkoholika enthalten Kalorien. Ein Großteil der Kalorien bei Wein, Bier und Co steckt im Alkohol. Als Faustregel gilt: Umso niedriger der Alkoholgehalt, umso geringer die Kalorienmenge. Wer also Bier oder Wein trinkt, muss sich bewusst sein, dass er abhängig von der Menge Alkohol dem Körper auch entsprechend Kalorien zuführt. Maßhalten ist also angesagt, um erst keine „unnötigen“ Probleme mit der Figur zu beschwören. Denn bei regelmäßigem Genuss von Alkohol, können Fettleibigkeit und damit Übergewicht durchaus die Folge sein.

Jane Ellison, britische Ministerin für Gesundheit meint: „Die Angabe von Kalorien auf den Etiketten oder Verpackungen von Alkoholika wäre ein Schlüsselprojekt für die Industrie, die damit ein verantwortungsbewusstes Trinken unterstützen könnte.“ Ihre Meinung spiegelt auch das Edikt der britischen Regierung wieder, die das Ressort von Ellison verpflichtet, die Getränkeindustrie zu freiwilligen Maßnahmen hinsichtlich der Angabe von Kalorien zu ermutigen. Allerdings ist bisher nur ein britisches Unternehmen diesem Vorschlag nachgekommen. Seit zwei Jahren führt der Supermarkt Sainsbury bei allen alkoholischen Eigenmarken die Angabe von Kalorien auf den Etiketten sukzessive ein. Ob nun weitere Hersteller dem Beispiel folgen wird vom erfolgreichen Werben des Gesundheitsressorts, von den Konsumenten und letztlich von den durch die EU eingeführten Gesetze abhängen.

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