Franken stellt sich den Auswirkungen des Frosts

12.05.2011 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Würzburg) - Diese Woche trafen sich auf Einladung des Fränkischen Weinbauverbands e.V. Vertreter der fränkischen Weinwirtschaft, des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, des Bezirks Unterfranken und des Weinbaurings Franken e.V., um das weitere Vorgehen nach der Frostnacht vom 3. auf den 4. Mai 2011 zu besprechen.

 

Die Bestandsaufnahme eine Woche danach zeigt ein äußerst unterschiedliches Schadensbild von Region zu Region und innerhalb einzelner Lagen und Weinberge. Die Experten waren sich einig, dass 2011 für die gesamte fränkische Rebfläche rund die Hälfte einer „normalen“ Ernte möglich sein wird, bei optimal anhaltenden Witterungsbedingungen. In dieser niedrigeren Erntemenge wird jedoch durchaus Potential für einen qualitativ außergewöhnlichen Jahrgang gesehen.

Die Fachleute stellten aber auch fest, dass in einzelnen Regionen wie auch einzelne Unternehmen mit nachhaltigen wirtschaftlichen Einbußen, die gegebenenfalls existenzgefährdend sind, gerechnet werden muss.

Der Fränkische Weinbauverband e.V. fordert, dass den geschädigten fränkischen Winzerinnen und Winzer, ob Traubenerzeuger oder Selbstvermarkter, schnell und unbürokratisch geholfen wird. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sagte seine Unterstützung zu und prüft gemeinsam mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und dem Fränkischen Weinbauverband e.V. alle Möglichkeiten. Somit werden die Berater in der Traubenproduktion und der Kellerwirtschaft in den nächsten Wochen verstärkt gefordert sein, um den 2011er Jahrgang sicher in die fränkischen Weinkeller zu bekommen.

„Franken ist ausreichend mit Wein versorgt, und Gäste sind herzlich willkommen, die jetzt geschädigten Rebflächen werden in Kürze wieder ausschlagen und grün sein!“, so der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes e.V., Artur Steinmann aus Sommerhausen. Die Befürchtung, dass die beliebten Weinfeste dieses Jahr ausfallen müssten, ist absolut unbegründet, so Artur Steinmann weiter.

Die Aktionen auf den definierten Schwerpunktmärkten München und Hamburg werden weiterverfolgt. „Franken muss Präsenz zeigen, da die Keller sich sicher wieder füllen werden und der Frankenwein verkauft werden will“, macht Artur Steinmann Mut.

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