Fränkische Winzer erfolgreich in der Eisweinlese

17.01.2012 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Würzburg) - „Wir haben es geschafft: Bei -7 °C heute in den sehr frühen Morgenstunden haben wir aus der Lage Pfaffenberg Eiswein mit 151 Grad Oechsle gelesen“, freut sich Christian Reis vom Weingut Reis aus Würzburg. „Bei gleichen Temperaturen Ende November oder im Dezember hätten wir nicht zugegriffen, doch mittlerweile waren durch Stürme und Regen viele Trauben entweder herabgefallen oder zu beschädigt. Das Traubenmaterial, was wir noch lesen konnten, haben wir selektiert und wird für rund 150 Flaschen reichen.“

 

Auch ein Nebenerwerbswinzer aus Güntersleben (Landkreis Würzburg) hat sich an das Thema Eiswein getraut. „Was wir nicht mehr für möglich hielten ist dann doch eingetreten“, sagt Johannes Ziegler vom Weingut Ziegler in Güntersleben. „Heute in den Morgenstunden haben wir bei -8 °C Trauben der Sorte Silvaner geerntet. In der Lage Günterslebener Sommerstuhl waren zwar durch widrige Wetterverhältnisse im Dezember ein Teil der Trauben nicht mehr zu gebrauchen, aber per Selektion haben wir und 100 Liter Eiswein  gelesen, deren Trauben 142 Grad Oechsle aufwiesen.“

Und auch die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim hatte es genau abgepasst. In den frühen Morgenstunden rückte man zur Lage Himmelstädter Kelter aus und erntete auf 30 Ar rund 500 Liter Eiswein. „Es herrschten -7 °C als wir die Lese um kurz vor fünf Uhr begannen. Die Trauben waren schön durchgefroren und hatten in den Bütten -12 °C und beim Abpressen immerhin noch -9°C“, berichtet Dr. Hermann Kolesch, Leiter der Beratung, Forschung und Lehre bei der LWG Veitshöchheim. „Das Traubenmaterial hatte natürlich durch viel Regen im Dezember gelitten, aber mit behutsamer Selektion der Silvaner Trauben mit 153 Grad Oechsle ergab die erste sensorische Prüfung nach der schonenden Pressung einen recht guten Eindruck.“

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