Kategorie: Bars & Clubs und Sommeliers Choice

Wein.Kultur.Bar, Dresden
«Legendär»

Text: Carsten Henn, Foto: z.V.g.

Sie wächst und wächst und wächst: Deutschlands vielleicht legendärste Weinkarte, zusammengestellt von Sommelier Silvio Nitzsche, weist noch einmal hundert Positionen mehr als im Vorjahr auf. Wo kann die Reise für solch ein Werk überhaupt noch hingehen? «Die Weinreife hat es uns besonders angetan», erklärt Silvio Nitzsche. «In einer Zeit, in der selten Weine eingelagert werden, viele Weinkarten aktuell gekauft und zusammengestellt werden, selten wachsen und kaum noch jemand einen heimischen Weinkeller hat, finde ich es besonders reizvoll, wohl- und manchmal auch experimentell gereifte Weine anzubieten, ohne daraus einen sonderlichen Kommerz zu schlagen. Nicht zuletzt in der Kombination mit unseren Rohmilchkäsesorten sind die 30 bis 80 Jahre alten Weine hochspannend. Daher sind wir besonders stolz auf unsere reifen Gesellen aus den 60er und 70er Jahren und versuchen hier noch überraschendere Exemplare zu bieten.» Der günstigste Wein kostet – halten Sie sich fest! – 12 Euro die Flasche. Und schon ab schlappen 2 Euro (0,1 Liter) bekommt man einen klasse Wein glasweise. Die Karte ist nämlich nicht nur gross, sondern auch grosszügig – sprich: sehr kundenfreundlich – kalkuliert. Da nicht jeder Lust hat, in einer Bar zu schmökern, bietet Nitzsche immer eine Auswahl auf einem gesonderten Blatt, kurz beschrieben als «Liste der sprechenden Weine» an. Gemeinsam mit der von «Le Pavillon» ist dies unsere Weinkarte des Jahres!

 


2. Platz Bars & Clubs

Weinzentrale, Dresden

Auch Platz 2 geht in diesem Jahr nach Dresden, an Jens Pietzonkas «Weinzentrale». Die 400 Positionen starke Karte konzentriert sich vor allem auf Deutschland, räumt aber auch Spanien, Portugal, Österreich und Italien grösseren Raum ein. Die meisten Weine gibt es für «hier» und für die «Couch», also zum kleineren Preis für zuhause. Leider nicht die fünf La-Tâche-Jahrgänge von DRC, die gibt es nur für jeweils 1490 Euro «hier».
www.weinzentrale.com

3. Platz Bars & Clubs

W die Weinbar, Hamburg

Wladimir Jaschins Weinkarte hat, passend zur alten Hansestadt, eine globale Weinsicht. 16 Länder sind unter den rund 500 Positionen vertreten, darunter Georgien, Israel, Kanada. Angaben zu in Cuvées enthaltenen Rebsorten oder Auszeichnungen ergänzen die Weininfos. Ein besonderes Faible hat Jaschin für autochthone Rebsorten. 60 Weine werden offen ausgeschenkt.
www.w-die-weinbar.de

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