Der Rosso vom Vulkan

Best of Montecucco DOC /
Montecucco Sangiovese DOCG-Weine

Text Christian Eder

Die Weine des Ursprungsgebietes, Montecucco DOC und Montecucco Sangiovese DOCG, sind ein önologisches Juwel der südlichen Toskana, das seit dem Jahrgang 2011 zur Spitze der italienischen Herkunftsbezeichnungen zählt – und typisch toskanisch ist: Im Montecucco DOC und Montecucco Sangiovese DOCG spielt die wichtigste Rebsorte der Toskana die tragende Rolle: Sie muss zu mindestens 90 Prozent beim Montecucco Sangiovese DOCG und zu mindestens 60 Prozent beim Rosso verwendet werden. Der Montecucco Sangiovese DOCG weist mit 70 Doppelzentnern Trauben pro Hektar einen der geringsten Erträge auf.

Das Consorzio Montecucco repräsentiert 66 (von rund 80) Kellereien, mehr als 500 Hektar Rebberge (von insgesamt fast 800 Hektar) und mehr als 1,2 Millionen Flaschen einer Gesamtproduktion von 1,8 Millionen pro Jahr.

Sieben Gemeinden sind Teil des Anbaugebietes: Arcidosso, Campagnatico, Castel del Piano, Cinigiano, Civitella Paganico, Roccalbegna und Seggiano. Die Rebberge liegen zum grössten Teil an den Hängen des Monte Amiata, eines erloschenen Vulkans, dessen Gipfel im Winter schneebedeckt ist und auf dessen Hängen man sogar Ski fahren kann. Seine Böden verleihen den Weinen eine mineralisch-salzige Note. Weiter im Norden der Anbauzone dominiert Kalk. Das Klima ist frisch und gut ventiliert, es profitiert gleichermassen von den trockenen Luftströmungen aus dem Inland und den mediterranen Brisen der tyrrhenischen Küste und der Halbinsel Argentario. In einer Meereshöhe zwischen 150 und 500 Metern findet man daher eine breite Vielfalt von Terroirs, auf denen auch weisse Rebsorten – wie Vermentino – gute Ergebnisse bringen. Mehr als zwei Drittel des Territoriums werden – dank sei den Böden und der guten Ventilation – biologisch und biodynamisch bewirtschaftet.

Aber natürlich ist Sangiovese die vorherrschende Rebsorte im rund 800 Hektar grossen Anbaugebiet, sie hat auch in den Weinen von Montecucco einen ganz anderen Ausdruck als in den anderen Sangiovese-Zonen der Toskana. Selbst Montalcino, dessen Hügel sich nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt auf der gegenüberliegenden, nördlichen Seite des Tales erheben, bringt einen ganz anderen Sangiovese-Typus hervor. Sangiovese aus Montecucco vereinen Kraft mit Eleganz und der bereits erwähnten Mineralität. Unter den jüngsten Jahrgängen sticht der ausgewogene Jahrgang 2016 hervor, 2017 war hingegen von Trockenheit geprägt (mit ersten Niederschlägen im Herbst), hat aber trotzdem zum Teil grundsolide Weine hervorgebracht; 2018 hat trotz der extremen Hitze- und Regenperioden 40 Prozent mehr Erntemenge als 2017 gebracht und wird von den Winzern als hervorragender Jahrgang angesehen. Das sollten ab dem nächsten Jahr auch die ersten Riservas des Jahrgangs beweisen.

Top 10 of Montecucco

Kraft, Eleganz und Mineralität – das zeichnet die Sangiovese von den Hängen des Monte Amiata aus. Dazu kommt noch einiges an mediterranem Flair.

RangBeschreibung
1
18,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Castello Colle Massari
2
17,0/ 20
Punkte
Toskana, Italien
Villa Patrizia
3
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Calle di Catocci
4
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Ottoettari
5
17,0/ 20
Punkte
Toskana, Italien
Poggio Stenti
6
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Le Pianore
7
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Basile
8
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Parmoleto
9
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
Pierini e Brugi
10
17,0/ 20
Punkte
Toskana – L'Altra Toscana, Toskana, Italien
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