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Superstar Riesling

Foto: Deutsches Weininstitut

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Hektar Rebfläche sind aktuell in Württemberg mit Riesling bestockt. Damit ist die Sorte die Nummer eins im Ländle nach dem Trollinger. In ganz Deutschland sind es 23 960 Hektar, damit ist die Rebsorte einsame Spitze. Riesling gilt als König und Aushängeschild der deutschen Weinproduktion. 40 Prozent der weltweiten Bestände dieser spät reifenden Sorte entfallen auf Deutschland. Das kühlere Wetter ist ideal für den Anbau.

14 566 

Euro hat die teuerste Flasche Riesling gekostet, die in jüngerer Zeit den Besitzer wechselte. Es handelte sich dabei um eine Trockenbeerenauslese vom Scharzhofberg an der Saar.

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Stufen kennt das deutsche Prädikatssystem: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Es gilt für alle zugelassenen Sorten, ist aber besonders mit dem traditionellen Charakter der deutschen Rieslinge verbunden. So gehören etwa Kabinett-Rieslinge zu denen Spezialitäten, die nirgendwo sonst auf der Welt in dieser Machart existieren. Neben dem Prädikatssystem existieren mittlerweile auch andere Klassifikationen.

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Fruchtnoten finden sich in unterschiedlicher Ausprägung häufig im Bouquet von Riesling-Weinen: Apfel und Pfirsich. Allerdings ist das Geschmacksprofil äußerst vielseitig: Kräuter, Zitrone, Marille oder exotische Noten wie Maracuja können sich finden. Struktur erhalten Rieslinge durch ihre rassige Säure, geprägt sind Top-Gewächse von ihrem Standort. Die Weine spiegeln den Boden wider und zeigen mineralische Noten, die etwa an Steinmehl, Salz und Kalk denken lassen.

Eltern hat die Rebsorte nach der am weitesten verbreiteten Theorie. Entstanden sein soll sie aus einer Kreuzung aus Traminer und wildem Wein aus dem Rheingebiet. Dieser Ahne entwickelte sich dann durch Einkreuzung der Sorte Heunisch zum heutigen Riesling. Mit Sicherheit ist die Herkunft aber noch nicht geklärt.

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ist das Jahr, in dem erstmals die Rebsorte unter ihrer heutigen Bezeichnung in einer Urkunde auftaucht: «rießlingen in die wingarten» heißt es in einer Rüsselsheimer Rechnung. Woher der Name stammt, ist bis heute nicht klar. Möglich ist, dass sich die Bezeichnung vom Verrieseln (Abrieseln der Blüten bei ungünstigen Witterungsverhältnissen), von «reißender» Säure oder «Rusling» (dunkles Holz) ableitet.

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