Am Ufer der Loire
Kleinod Savennières
Text: Birte Jantzen, Foto: z.V.g.

In einer winzigen Appellation am Ufer der Loire sorgt ein Rubikwürfel aus Kombinationen von Geologie, Mikroklima und Winzern dafür, dass es trotz der Seltenheit der Weine niemals langweilig wird. Die stilistische Vielfalt zeugt sowohl von der Grösse des Terroirs als auch vom Respekt, den die Winzer ihm entgegenbringen, und jeder Wein entpuppt sich als Liebeserklärung an den Chenin Blanc auf Schiefer.
Es war einmal eine weisse Rebsorte, Tochter von Savagnin und einer unbekannten Sorte, ihr Geburtsort liegt irgendwo an der Loire. Ihre Halbschwestern sind: Sauvignon Blanc, Petit Manseng und erstaunlicherweise Verdelho de Madère. Mugshot: kräftig und fruchtbar, jedoch wenig fruchtbare Sekundärknospen; früher Austrieb; ausgewachsene Blätter mit drei oder fünf Lappen; mittelgrosse, konvex gewölbte Zacken am Blattrand; starke Anthocyan-Pigmentierung der Blattadern; mittlere Dichte an liegenden Haaren; Beeren von elliptischer Form; ein hohes Säurepotenzial.

Auf ihrer jahrhundertelangen Reise entlang der Loire gab man ihr viele Namen: Blanc d’Aunis, Capbreton Blanc, Pineau d’Anjou, Pineau de la Loire, Gros Pineau, Plant d’Anjou… Sie war nachgewiesenerweise bereits seit dem neunten Jahrhundert auf Reisen. Als Denis Briçonnet, Abt von Cormery, zwischen 1520 und 1535 Rebsorten aus ganz Frankreich in der Abtei Montchenin (Touraine) anpflanzte, war die bis dato meist als Plant d’Anjou bekannte Rebsorte ebenfalls dabei und beeindruckte so sehr, dass sie kurzum einen neuen Namen erhielt: Chenin. Frisch gekürt eroberte sie die Rebberge der Touraine und des Anjou und sollte sich als die vielleicht vielseitigste französische Rebsorte outen: ob trocken, als Spätlese, Auslese oder Trockenbeerenauslese, später auch als Schaumwein – sie wusste und weiss sich stets von ihrer besten Seite zu zeigen.

Allerdings hatte die Rebsorte schon lange vor dem 16. Jahrhundert heimlich ihr Lieblings-Terroir auserkoren: die Lage Coulée de Serrant, unweit von Angers gelegen, die von Zisterziensermönchen gehegt und gepflegt wurde. Dort wuchs Chenin wohl schon seit Anfang des 12. Jahrhunderts auf Hanglagen direkt oberhalb der Loire. Er trug entscheidend zum Ruf des gleichnamigen Weins «Coulée de Serrant» bei. Die Rebberge, die auf beiden Seiten eines kleinen Tals gelegen sind, wurden nach dem dortigen Bach – einer «Coulée» (von «couler» = fliessen) – und dem Château de Serrant benannt, welches mehrere Jahrhunderte Eigentümer der Weinberge war. Die Qualität der Weine galt als fabelhaft, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Geschichte und die Geschicke der Coulée de Serrant eng mit ihrer Nachbarlage Roche aux Moines (Fels der Mönche) und ganz generell mit Savennières verwoben sind.
Die Alchemie des Schiefers

Es sind die Bodenbeschaffenheiten, welche die Weine von Savennières so bemerkenswert machen und dem Chenin eine Leuchtkraft, eine Textur und einen Tiefgang geben wie kaum ein anderes Terroir entlang der Loire. Das Muttergestein aus erodiertem Schiefer wird mal überlagert von Windsand, mal durchzogen von Rhyolith (vulkanisches Gestein aus Quarz und Feldspat), Spilit (gealterter Basalt), Phtaniten (Mikroquarzite mit kohleartigen Pigmenten) oder Quarzgängen (magmatische Gänge, überwiegend aus Quarz). Diese geologische Vielfalt ist ein direktes Erbe des Armorikanischen Massivs, eines uralten Grundgebirgskomplexes, zu dem die Bretagne und ein Teil der Normandie gehören und dessen Ausläufer bis hin nach Savennières reichen.

Hinzu kommt, dass ein Grossteil der Region vor Urzeiten unter dem Meeresspiegel lag. Beachclub Savennières? Heute kaum vorstellbar, obwohl... Die derzeitige Erderwärmung rückt eine solche Unmöglichkeit gerade wieder in den Bereich des Möglichen. Damals jedenfalls verwandelte der Rückzug des Ozeans den sandigen Meeresboden in Sandstein, welcher sich wiederum unter Einfluss von Hitze und Druck in Schiefer umwandelte, ein metamorphes Gestein.
«Einen Wein zu keltern, heisst, einer Landschaft eine breit gefächerte Farbpalette von Aromen zu verleihen.»
Eric Morgat, Winzer, Savennières
Der sehr mürbe, in Teilen blätterartig anmutende Schieferboden ermöglicht es den Rebwurzeln, ungehindert in seine tiefen Schichten vorzudringen, um dort Feuchtigkeit und Spurenelemente zu tanken. Kombiniert mit den in Savennières zu findenden magmatischen Gesteinen, erwärmt sich der Boden bei Sonnenschein unterschiedlich stark und beeinflusst so indirekt den Reifeprozess der Trauben. Dies verleiht den Weinen von Savennières nicht nur Mineralität, sondern auch eine ganz besondere Struktur, die teilweise schon fast an einen leichten Rotwein denken lässt. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass einige Winzer – zum Beispiel Eric Morgat – für ihre Weine auch im Burgund Inspirationen suchen.
Kleiner Weinberg, grosses Kino

Ab dem Jahr 276 gewährte der römische Kaiser Probus (Spitzname «Weinkaiser») den Galliern das Recht, Wein anzubauen. Zunächst auf die Ländereien der Abteien von Angers beschränkt, breitete sich der Weinbau ab dem vierten Jahrhundert auf die Anhöhen von Pruniers und Bouchemaine aus und somit auch auf die Umgebung, einschliesslich Savennières. Schlüsselmoment für Savennières ist in der regionalen Geschichte letztendlich das Jahr 1130: Ritter Buhard schenkte in diesem Jahr sein Gut den Zisterziensermönchen der Abtei Saint-Nicolas d’Angers. Sie erkannten das Potenzial der Hanglagen, legten dort Rebberge an – für ihren Bedarf und für das Abendmahl – und pflanzten unter anderem Chenin Blanc. Fortan erhielt das von einem Felsen beherrschte Gut den Namen Roche aux Moines – Fels der Mönche.

Kurze Zeit später, im Jahr 1191, machte sich Johann Ohneland – König von England, Herrscher von Irland, Herzog von Aquitanien und Bruder von Richard Löwenherz – zum Botschafter der Weine aus dem Anjou und erwarb sie – nicht ganz uninteressiert – für sein Königreich. 1214 wurden seine Eroberungspläne jedoch durchkreuzt: Die Schlacht von La Roche aux Moines bescherte Johann Ohneland eine vernichtende Niederlage und ermöglichte es Philipp II., die Provinzen Anjou und Maine seinem kleinen Königreich Frankreich einzuverleiben. Anekdote: Als Johann Ohneland begriff, dass er keine Chance hatte, floh er kampflos und liess seine gesamten Belagerungsmaschinen, das Gepäck seiner Armee und damit seinen Schatz zurück. Die Flucht führte zur Entstehung des französischen Ausdrucks «filer à l’anglaise», eine elegante Umschreibung für «sich aus dem Staub machen».
«Ach, dieser herrliche Weisswein! Bei meiner Seele, das ist der reinste Seidenstoff!»
François Rabelais, Schriftsteller, Buch «Gargantua»
Die klösterliche und herrschaftliche Festung Roche aux Moines, welche die Loire absicherte und deren letzter Turm nach dem Zweiten Weltkrieg einstürzte, blieb lange ein stiller Zeitzeuge. Auf dem Weingut La Coulée de Serrant, seit 1962 im Besitz der Familie Joly, findet man bis heute Spuren dieser reichen Vergangenheit. Die Ruinen der ehemaligen Festung sind noch immer sichtbar, und eine befestigte, gut 300 Meter lange und von Zypressen gesäumte Allee, der sogenannte Cimetière des Anglais (Friedhof der Engländer), bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf die Weinbergslage Coulée de Serrant.

Mit dem Niedergang der grossen Abteien wurden Flächen als Lehen an Vasallen abgetreten, im Austausch gegen Naturalien oder Geld. Ländliche Herrschaften vermehrten sich, ebenso wie Schlösser und Herrenhäuser, welche vom Reichtum der Notabeln von Angers zeugten. Heute, getreu dem Ruf der Loire, säumen noch immer zahlreiche kleine Schlösser die Umgebung von Savennières, eingebettet in eine abwechslungsreiche Wein- und Naturlandschaft. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass Savennières 2001 als Kulturlandschaft zum Weltkulturerbe der UNESCO wurde.
Allen geopolitischen Misslichkeiten zum Trotz genossen die Weine vom Roche aux Moines und aus der Umgebung einen exzellenten Ruf: Legenden zufolge bezeichnete König René I. d’Anjou sie voller Verehrung als «goldene Tropfen». Ludwig XIV. soll versucht haben, den Ort mit der Kutsche zu besuchen, doch diese blieb im Schlamm stecken – «der Herrscher geriet daraufhin in schlechte Laune›», so das Gerücht. Übrigens eine Erfahrung, die bei Regenwetter für jeden Winzer nach wie vor aktuell ist, wenn auch mit Traktor und nicht mit Karosse. Aber auch literarische Grössen konnten dem Reiz des hiesigen Chenin nicht widerstehen: allen voran François Rabelais (1494 – 1553), der ihn in seinem Werk «Gargantua» als «Taft für die Sinne» be-zeichnete.
39 Winzer, 39 Wahrheiten

Neben Quarts-de-Chaume und Bonnezeaux gilt Savennières als einer der drei Grand-Cru-Weine des Anjou. Seit 1952 als AOP anerkannt, umfasst die Rebfläche von Savennières heute 141 Hektar. Hinzu kommen 17 Hektar Savennières-Roche-aux-Moines und 7 Hektar Coulée de Serrant – sie zählen zwar zu Savennières, haben aber seit 2022 jeweils ein eigenes Pflichtenheft. Eigentlich kein Wunder, denn beide haben – obwohl Teil eines grösseren Ganzen – einen sehr eigenen Charakter. Da sich 39 Winzer die gesamten Rebberge teilen, beträgt die Rebfläche jedes einzelnen kaum mehr als ein paar Hektar. Die Erträge sind niedrig, im Durchschnitt um die 35 Hektoliter pro Hektar, denn die Schieferböden sind karg und lassen keine hohen Erträge zu. Dennoch hegt jeder von ihnen eine ganz besondere Verbundenheit und einen liebenswerten Stolz für seine wenigen Parzellen, manchmal sogar einen rebellischen Geist im Dienste einer ganz persönlichen Vision. Dies führt zu einer grossen stilistischen Vielfalt, und so wird es selbst bei einer sehr überschaubaren Anzahl an Weinen nie langweilig.

Wer heute die Appellation Savennières auskundschaftet – am besten zu Fuss oder mit dem Fahrrad –, findet rund um die Rebberge viel Natur, die Vögel zwitschern, im Frühling wird die Landschaft zum duftenden Blütenmeer, und stets versteckt sich irgendwo ein kleines Schloss oder Herrenhaus. Die Dörfer Epiré und Savennières sind ganz besonders kuschelig und wurden in den letzten Jahren zum Teil liebevoll restauriert. In und um die Dörfer gibt es auch kleine Restaurants, ideal, um sich von den Anstrengungen zu erholen. In Epiré zum Beispiel «Chez Mili», eine wie eine gute Stube mit Garten anmutende Adresse mit leckerer, stets hausgemachter französischer Hausmannskost. Spannend ist auch das mitten in den Weinbergen gelegene Restaurant «Larousselle Hors Champ» vom Winzerpaar Jean-Claude Taddei und Lorine Bost, welches jungen Nachwuchsköchen eine Residenz bietet, in der sie mit lokalen Produkten kochen, ihr Konzept ausfeilen und sich im Restaurant beweisen können, bevor sie die Welt erobern. Und natürlich sind Weingutbesuche ein Must. Zwar haben nicht alle Winzer, die Savennières abfüllen, ihr Weingut direkt vor Ort – die meisten liegen auf der anderen Loire-Seite –, aber bei denjenigen, die es haben, sind die Türen für Besucher stets geöffnet, auch bei den bekanntesten.
Und die Weine? Sie sind so unterschiedlich wie die Winzer selbst. Allerdings haben sie eines gemeinsam: Das Schiefer-Terroir verleiht den meisten von ihnen Tiefgang und Leichtigkeit, eine fast schon phenolische Struktur, eine straffe und doch schmelzende Frische sowie Aromen, die häufig an Anis, saftige Mandarine, Feuerstein, weisse Blüten und Gartenkräuter erinnern. Auch Mineralität ist dank einer feinen Salzigkeit fast immer mit dabei. Insgesamt sind die meisten Weine äusserst lagerfähig, vor allem diejenigen (aber nicht nur) aus den winzigen AOP Savennières-Roche-aux-Moines und Coulée de Serrant. Letztere sollte man in jungen Jahrgängen lieber noch einige Jahre länger im Keller reifen und aufblühen lassen, bevor man sie entkorkt.

Unter den 39 Winzern gibt es viele Talente, und jeder produziert Savennières mit Herzblut. Drei Weingüter heben sich jedoch durch ihre Geschichte und ihre Weine ganz besonders hervor. Jedes davon erzählt auf ganz eigene Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Appellation.
Weingut Coulée de Serrant
Dessen 15 Hektar Rebberge gehören zum Herzstück von Savennières. 1130 gegründet, wurde hier seither ununterbrochen Weinbau betrieben – 2030 wird die 900. Weinernte gefeiert! Mit dem Erwerb in 1962 durch Antoine und Denise Joly entging das Weingut nur knapp der Zerstörung. Allerdings fiel es in den ersten 25 Jahren in einen Dornröschenschlaf. Antoine genoss das Landleben, hatte mit Weinbau jedoch wenig am Hut, und die aus Bordeaux stammende Denise hatte eine Vorliebe für Rotwein und liess auf einigen Parzellen Cabernet Sauvignon pflanzen, welcher jedoch nur äusserst minimalistische Rotweine ergab. Als Sohn Nicolas 1978 das Weingut übernahm, blühte es innerhalb von kürzester Zeit wieder auf. Nur zwei Jahre später stellte er auf biodynamischen Weinbau um und füllte ebenso authentische wie eigenwillige Weine ab, die ihn weit über die Loire hinaus bekannt machen sollten. Ein Anteil an botrytisbefallenen Trauben (je nach Jahrgang mehr oder weniger ausgeprägt) verleiht diesen aussergewöhnlichen, spontan vergorenen Weissweinen eine barocke Aromenvielfalt und eine einzigartige Fülle. Seit 2002 ist Tochter Virginie mit dabei, seit gut sieben Jahren auch Sohn Vincent. Und nach wie vor sind die Weine wie der Ort: grandios.
Weingut Domaine aux Moines
Auch dieses 13 Hektar kleine Weingut gehört zum Herzstück von Savennières und ist direkter Nachbar der Coulée de Serrant – über Jahrhunderte bildeten beide eine Einheit. Als die Familie Laroche sich einen lang gehegten Traum erfüllte und 1981 das Weingut samt Herrenhaus erwarb, widmete sich Monique mit Leidenschaft dem Weinbau, legte rund um das Herrenhaus liebevolle Gärten an, und ihre Weine brachten das Terroir zum Strahlen. Seit 2001 ist Tochter Tessa mit dabei, sie machte zusammen mit ihrer Mutter das Weingut zu einer festen Grösse von Savennières. Humor und eine ausgeprägte Liebe für Gastronomie gehören hier ebenso dazu wie eine detaillierte Kenntnis sämtlicher Rebberge, Geschichten und Winzer der Appellation. Es wird bio-zertifiziert gearbeitet, die Weinberge werden wie Gärten gepflegt, und Tessas ansteckendes Lachen sorgt auch an wolkigen Tagen für gute Laune. Mit Ausnahme der jungen Reben wird nur ein einziger Wein abgefüllt. Die unterschiedlichen Jahrgänge vibrieren im Glas: Sie erzählen von der nuancierten, stoffigen und strahlenden Eleganz der Lage Roche aux Moines. Eine puristische Vision des Chenin und eine fabelhafte Interpretation.
Weingut Eric Morgat...
Für Eric Morgat ist jeder Wein eine Landschaft, jeder Jahrgang ein Neuanfang auf der Suche nach der Essenz des Chenin. Aus einer grossen Winzerfamilie stammend, beschloss er, sich seine Freiheit zurückzuerobern, und gründete 1995 sein eigenes Weingut. Anstatt bereits bestehende Weinberge zu bestellen, kaufte er Brachland und pflanzte selbst – nach eigener Philosophie, aber mit fundiertem Hintergrundwissen. Heute zählt das Weingut sechs Hektar, vier in Savennières. Als leidenschaftlicher Liebhaber des Chenin Blanc und des Terroirs von Savennières war es von Anfang an sein Ziel, eine ganz persönliche Interpretation der grossen trockenen Weissweine der Region auf die Flaschen zu bringen.
«Einen Wein zu keltern, heisst, einer Landschaft eine breit gefächerte Farbpalette von Aromen zu verleihen.»
Eric Morgat, Winzer, Savennières
Er verfolgte einen sowohl rationalen, ambitionierten als auch experimentellen Lernansatz und durchlief alle Phasen der Weinherstellung: vom vollmundigen, reichhaltigen Chenin bis hin zu dem ausgewogenen, zugleich leichten und dichten Stil, der heute sein Markenzeichen ist. Seine Weine sind Liebhabertropfen, stets begleitet von einer schon fast philosophischen Vision. Aber anstatt sich auf Lorbeeren auszuruhen, stürzt Eric sich jedes Jahr erneut mit frischem Blick in die Arena der klimatischen Unwägbarkeiten des Jahrgangs. Es sind Weine, die Spass machen, auf dem Gaumen tanzen, die in Frage stellen und denen man stundenlang zuhören könnte.
…und 36 weitere Glücksmomente
Eigentlich könnte man hier die Porträts sämtlicher Winzer von Savennières schreiben, aber der Platz fehlt. Spannend sind auf jeden Fall auch die Weine von Damien Laureau, einem von Natur aus sehr neugierigen Winzer und Visionär, was die Bodenbearbeitung angeht. Das winzige Weingut Maison Jaune füllt eigenwillige, liebenswerte Chenin-Interpretationen ab. Ogereau und Domaine FL glänzen mit einer sensiblen, klassischen Stilistik. Château de Bellevue überzeugt mit zugänglichen, ausgewogenen und filigranen Weinen. Loïc Mahé begeistert mit einer ganzen Serie von beeindruckenden Chenin, und auch Winzerikone Patrick Baudoin produziert einen fabelhaften Savennières, obwohl sein Weingut auf der anderen Loire-Seite liegt. Aber auch Château d’Epiré, Château de Plaisance, Château Pierre-Bise und Co. sollten nicht vergessen werden. Es bleibt eigentlich nur eines: auf Entdeckungsreise gehen!