Aprilwetter mit Minustemperaturen

Frost macht französischen Winzern zu schaffen

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 6. April 2022


Frostnächte haben am Wochenende das Burgund im wahrsten Sinne kalt erwischt. In der Nacht zum Sonntag wurde es im Chablis bis zu minus sechs Grad Celsius kalt, an der Côte d'Or und der Côte Chalonnaise immerhin zwischen minus zwei und minus vier Grad. Die Mâconnais blieben relativ unversehrt, auch wenn die Temperaturen dort knapp unter den Gefrierpunkt fielen.

Die Winzerinnen und Winzer verbrachten die Nächte überwiegend in ihren Weinbergen, um die Knospen der Reben zu überwachen und gegebenenfalls mit Weinbergsfeuern die Temperaturen unter Kontrolle zu halten.

Schadensbewertung nächste Woche

«Es ist zu früh, die Folgen dieser jüngsten Episode abzuschätzen, die für Winzer aus der Bourgogne und ganz Frankreich sehr belastend war», erklärt dazu das Bureau Interprofessionnel des Vins de Bourgogne (BIVB). «Techniker werden in den nächsten Tagen verschiedene Grundstücke zur Schadensbewertung überprüfen, nächste Woche soll eine vorläufige Einschätzung möglich sein.»

Die diesjährigen Fröste seien jedoch anders als jene im Jahr 2021: Die Reben sind im Wachstumszyklus noch weniger fortgeschritten. Zudem war der Frost kürzer und weniger intensiv. Am Montag wurde das Wetter wieder besser, und es soll voraussichtlich bis Ostern so bleiben.

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