Als erste rote Rebsorte

Pinot Noir im Elsass in den Grand-Cru-Status gehoben

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 25. Mai 2022


Es ist eine kleine Revolution: Die Rebsorte Pinot Noir, die als eine der edelsten Rotweinsorten gilt, bekommt jetzt auch einen höheren Status im Elsass. In zwei Lagen kann sie ab sofort auch als Grand Cru ausgebaut werden, teilte das französische Landwirtschaftsministerium mit.

Konkret handelt es sich dabei um die Lagen Kirchberg in Barr und Hengst in Wintzenheim. In diesem beiden Lagen kann demnach nun auch Pinot Noir Grand Cru d’Alsace produziert werden. Im Kirchberg geht es dabei um rund vier Hektar Pinot Noir, in Winztenheim um fünf Hektar.

«Anerkennung der Qualität»

Um die Zulassung hatten die betreffenden Winzer zehn Jahre lang gekämpft, wie Radio France Info mitteilte. «Mein Vater Pierre hat vor fast 35 Jahren den ersten Pinot Noir in Kirchberg gepflanzt», berichtete Jean-Daniel Hering dem Sender. Er ist einer der vier Winzer aus Barr, die Parzellen in dieser Lage besitzen. «Die Erlangung der Appellation belohnt unsere Arbeit. Sie ist eine Anerkennung der Qualität unseres Engagements.»

Bisher gab es Grand Crus aus dem Elsass nur aus weissen Rebsorten, konkret aus Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris, Sylvaner und Muskateller. Insgesamt gibt es nun 51 Lagen im Elsass, in denen Grand Cru hergestellt wird.

Um Grand-Cru-Weine von diesen Lagen herstellen zu können, müssen noch weitere Regeln eingehalten werden. Etwa müssen die Reben mindestens acht Jahre alt sein, der Wein darf frühestens ein Jahr nach der Lese vermarktet werden, der Ertrag der Weinberge darf 40 Hektoliter pro Hektar nicht überschreiten und die Regionaltypizität im Wein muss gegeben sein.

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