«Das ist Weltrekord für trockenen Riesling»

VDP-Auktion Réserve: Rekordpreis von 31'500 Euro für trockenen Riesling «Unser Aufbruch» erzielt

Text: Alice Gundlach | Veröffentlicht: 07. März 2022


Eine Balthazar-Flasche (12 Liter) von einem Riesling, der in Kooperation der VDP-Weingüter Robert Weil, Battenfeld-Spanier und St. Antony produziert wurde, wurde bei der VDP-Auktion Réserve für 31'500 Euro versteigert. «Das ist Weltrekord für trockenen Riesling», verkündete der Auktionator Ulrich Allendorf am Samstag im Kloster Eberbach.

Sogar «nur» Landwein

Eine weitere Besonderheit des Weines mit dem Namen «Unser Aufbruch» vom Jahrgang 2020: Da er aus Trauben von zwei verschiedenen Anbaugebieten – dem Rheingau und Rheinhessen – stammt, fällt er automatisch in die Kategorie «Landwein».

Das Etikett ziert das Kunstwerk «Konstellation» des Künstlers Bernd Zimmer. Das Original des Gemäldes war Teil des Auktionspakets, ebenso wie sechs 0,75-Liter-Flaschen und drei Magnums des Weines. «Wir freuen uns sehr, dass wir mit Bernd Zimmer einen der wichtigsten Künstler der Gegenwart für das Projekt gewinnen konnten», erklärte Winzer Oliver Spanier.

Erlös wird gespendet

Der Erlös des Weins wird für gute Zwecke gespendet. Konkret werden die Organisationen «Freunde helfen! Konvoi» für die Ukraine, «Der VDP.Adler hilft e.V.» für die von der Flut betroffenen Ahrwinzer und die «STOA169 Stiftung» des Künstlers Bernd Zimmer bedacht. Die STOA169 ist eine Künstlersäulenhalle im oberbayerischen Polling, die von Zimmer initiiert wurde. Für sie gestalteten mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt je eine Säule, die gemeinsam das Dach der Halle tragen. Sie soll ein Zeichen der Solidarität und Völkerverständigung sein. «Besonders in Zeiten der Krise, ist es wichtig, dass wir solidarisch zusammenhalten – im Kleinen wie im Grossen», sagte Winzer Wilhelm Weil.

Zeichen des Zusammenhalts

Die drei VDP-Weingüter hatten die Initiative «Unser Aufbruch – gemeinsam in die Zukunft: Leben und Geniessen in der Post-Corona-Ära» im Sommer 2021 gestartet. Es gehe dabei «grundsätzlich darum, eine Aufbruchsstimmung für die Post-Corona-Zeit zu erzeugen. Wir wollen den Schulterschluss zwischen Weingütern, Gastronomie, Kultur und Wirtschaft demonstrieren,» erklärte Dirk Würtz von St. Antony. «Darüber hinaus ist es uns wichtig, Haltung zu zeigen. Haltung gegen Krieg und jegliche Unterdrückung.»

Auch die Gastronomiepartner der Initiative haben ein Kontingent des Weines erhalten. Er wird in den kommenden Jahren «als Symbol für den gemeinsamen Aufbruch» ausgeschenkt.

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