Toskanischer Weinriese expandiert weiter

Antinori erwirbt Mehrheit an Jermann in Friaul

Text: Eva Pensel | Veröffentlicht: 11. März 2021


Das toskanische Weinunternehmen Marchesi Antinori hat eine Mehrheitsbeteiligung am Weingut Jermann in Friaul erworben. Wie mehrere Medien berichten ist die vereinbarte Summe unbekannt.

Antinori ist eine der führenden Weingruppen und, nach Angaben des WineMag, das umsatzstärkste Privatunternehmen Italiens. Nun expandiert der Weinriese im Nordosten, mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung am Weingut Jermann im Friaul-Julisch-Gebiet in Venetien. Seit einiger Zeit war bekannt, dass Jermann nach einem geeigneten Partner oder Käufer suchte. Trotz vier Kindern war innerhalb der Familie wohl kein Nachfolger zu finden.

Silvio Jermann revolutionierte das Weingut mit Sitz in Villanova di Farra di Isonzo. Mit der Lancierung des Weissweins «Vintage Tunina» im Jahr 1975 erlangte Jermann schnell einen hohen Bekanntheitsgrad bei internationalen Kritikern. Mit der Gründung des zweiten Weinguts in Ruttars bewirtschaftet er heute 170 Hektar Weinberge, wovon 20 Hektar auf biologischen Weinbau umgestellt wurden.

Jermann reiht sich in Antinoris internationales Portfolio von Weingütern ein, zu dem Antica und Stag's Leap Wine Cellars in Napa, Col Solare im Staat Washington, Haras de Pirque in Chile, Meridiana in Malta, Vitis Metamorfosis in Rumänien und Tűzkő in Ungarn gehören.

In Italien besitzt Antinori die Tenuta Tignanello, Badia a Passignano, Pèppoli, Antinori im Chianti Classico, Pian delle Vigne in Montalcino, Tenuta Guado al Tasso in Bolgheri, Tenuta Montenisa in Franciacorta, Prunotto im Piemont und Castello della Sala in Umbrien.

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