Stärkerer Fokus auf den US-Markt

Champagner-Familie Bollinger kauft Ponzi Vineyards in Oregon

Text: Linus Bauer | Veröffentlicht: 9. April 2021


Die französische Familie Bollinger hat erstmals ein Weingut ausserhalb von Frankreich gekauft. Mit der Investition in Ponzi Vineyards in Oregon wollen die Champagner-Produzenten ihre Position im US-Markt stärken, schreibt «The Drinks Business». Über die finanziellen Aspekte geben die Parteien keine Auskunft.

Das Weingut Ponzi Vineyards liegt in Sherwood in Oregon an der US-Westküste. Etienne Bizot, CEO und Vorsitzender der Holdinggesellschaft SJB der Familie Bollinger, beschreibt die Gründer des Weinguts als Pioniere. Dick und Nancy Ponzi seien unter den ersten gewesen, die Weinberge in Oregon angelegt hätten. Die Familie Bollinger übernehme rund 14 Hektar Anbaufläche mit Aussicht auf weitere 40 Hektar im Besitz der Familie Ponzi.

Position in den USA stärken

Champagne Bollinger sei in Frankreich sehr erfolgreich, in den USA jedoch noch schwach vertreten. Dies soll sich mit der Investition nun ändern. Etienne Bizots Plan sei es, das Geschäft des Champagnerhauses in den USA innerhalb von zehn Jahren zu verdoppeln. «Hinsichtlich Wein-Konsum sind die USA der am stärksten wachsende Markt und wir sind dort nicht so erfolgreich, wie wir sein sollten.» Platzhirsch in Nordamerika sei mit einem Marktanteil von über 50 Prozent Moët Hennessy.

In Frankreich besitzt SJB Weingüter und Produktionen in verschiedenen Appellationen: Ayala Champagner, Chanson Père et Fils im Burgund, Langlois-Chateau an der Loire und Delamain in Cognac. Champagne Bollinger wurde 1829 gegründet und befindet sich seither stets in Familienbesitz.

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