2,4 Millionen Hektoliter geerntet

Weinernte 2020 in Österreich: Hohe Restbestände trotz durchschnittlicher Menge

Text: Linus Bauer | Veröffentlicht: 3. März 2021


Die österreichische Weinernte im Jahr 2020 ist mit 2,4 Millionen Hektolitern durchschnittlich ausgefallen. Gemäss Statistik Austria kommt die Menge einem Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleich. Die Weissweinproduktion blieb mit 1,65 Millionen Hektolitern ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Beim Rotwein stieg sie um 7 Prozent auf 751'600 Hektoliter an.

Stärkstes Wachstum im Burgenland

Niederösterreich steuerte mit 1,51 Millionen Hektolitern eine durchschnittliche Menge bei. Das Weinviertel, welches rund die Hälfte der Weinfläche des Bundeslandes ausmacht, sticht mit einem Wachstum von 11 Prozent heraus. In anderen niederösterreichischen Regionen wie Wachau oder im Kremstal sorgten Hagelunwetter für hohe Verluste.

Die Erntemenge im Burgenland stieg um 9 Prozent auf 618'000 Hektoliter an. Vor allem das Mittelburgenland legte stark zu. In der Steiermark (238'600 Hektoliter) und in Wien (25'300 Hektoliter) fiel die Ernte durchschnittlich aus.

Corona sorgt für hohe Weinbestände

Trotz der moderaten Erntemenge ist der Weinbestand in Österreich ein zweites Jahr in Folge sehr hoch. Mit 2,93 Millionen Hektolitern liegt er 14 Prozent über dem Fünfjahresniveau. 1,72 Millionen Hektoliter fallen auf Weissweine, die restlichen 1,21 Millionen auf Rotweine. Grund dafür ist das Coronavirus, welches für Absatzausfälle in der Gastronomie und bei Veranstaltungen sorgt.

2020 war für österreichische Winzer ein Jahr der Gegensätze. Mit welchen Höhen und Tiefen sie zu kämpfen hatten, erfahren Sie hier.

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