Kims Spirituose

Wodka auf dem Weg nach Nordkorea gestoppt

Text: Arthur Wirtzfeld | Veröffentlicht: 4. März 2019


NIEDERLANDE (Den Haag) – Ihm platzte der Gipfel in Hanoi während es in den USA immer enger wird für Donald Trump, denn sein Ex-Anwalt Michael Cohen packt gerade aus. Der US-Präsident, auf Erfolg verdammt, und Nordkoreas Diktator Kim Jong Un, den keiner so richtig einschätzen kann, konnten sich beim zweiten Treffen nicht einigen und schieben sich die Schuld für den Abbruch der Gespräche gegenseitig zu. Doch Trump hat Größe gezeigt, blieb in der Verhandlung hart, ohne Kim bloßzustellen. Kim räumte sogar ein, vorerst keine weiteren Atomtests durchführen zu lassen.

Fast hätte Putin noch eine „Rolle“ gespielt. Pikanterweise hat kurz vor dem Gipfel in Vietnam der niederländische Zoll 90.000 Flaschen russischen Wodka auf dem Weg nach Nordkorea sichergestellt. Die illegale Fracht sei auf einem Schiff des chinesischen Unternehmens Cosco Shipping im Hafen von Rotterdam entdeckt worden, wird Zoll-Sprecher Roul Velleman in den niederländischen Medien zitiert. Das Schiff war in Hamburg beladen worden und am Donnerstag letzter Woche in Rotterdam eingelaufen.

Zoll beschlagnahmt verbotene Sendung an Nordkoreas Machthaber

Die 90.000 Flaschen wurden am Freitag auf Anordnung des niederländischen Ministeriums für Außenhandel und wirtschaftliche Zusammenarbeit beschlagnahmt. Grund: Der Wodka-Export fällt unter die UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Die Flaschen seien in einem Container unter einem Flugzeugrumpf „geschmuggelt“ worden, wird Ministeriumssprecherin Sigrid Kaag in den Medien zitiert. Es sei „wichtig“, dass die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegen Pjöngjang durchgesetzt würden, sagt Kaag.

Wie die Zeitung „Algemeen Dagblad“ berichtet, waren die hochprozentige Großlieferung direkt für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und die Militärführung des international isolierten Landes bestimmt. Der niederländische Zoll bestätigte dies zunächst nicht. „Das ist eine unglaubliche Geschichte. Das ist eine Geschichte, wie man sie in Krimis findet“, zitiert man Zoll-Sprecher Velleman. Was mit den 90.000 Flaschen geschehen soll, sei noch nicht entschieden. Sie könnten nun zerstört oder versteigert werden.

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