Neuzüchtung vom Julius Kühn-Institut

PIWI-Rebsorte Felicia erhält Zulassung in Deutschland

Text: Linus Bauer | Veröffentlicht: 19. Januar


Das deutsche Bundessortenamt hat Ende 2020 grünes Licht für die pilzresistente Rebsorte Felicia gegeben. «Die Glückliche» ist damit in den meisten Weinbaugebieten Deutschlands zugelassen, schreibt das Julius Kühn-Institut (JKI), das hinter der Neuzüchtung steht, in einer Pressemitteilung.

Felicia ist bereits 1984 durch die Kreuzung der resistenten Sorten Sirius und Vidal Blanc entstanden. Seit 2004 steht sie unter Sortenschutz. Laut dem JKI besitzt Felicia eine mittlere Widerstandsfähigkeit gegen echten und falschen Mehltau. Zudem sei sie resistent gegen Schwarzfäule. Dadurch lassen sich beim Anbau der Sorte bis zu zwei Drittel der Fungizide einsparen. Auch der Einsatz von Kupfer verringere sich.

Hohes Ertragsniveau, dafür höherer Aufwand im Weinberg

Typisch für Felicia sind laut JKI grosse und lockerbeerige Trauben, welche sich auch zum Direktverzehr eignen. Das Ertragsniveau sei mit drei bis vier Trauben pro Trieb relativ hoch. Der Wuchs sei jedoch nicht ganz aufrecht, was mehr Heftarbeit im Weinberg mit sich bringe. Die Sorte reife ähnlich wie Müller-Thurgau.

Felicia Weine fallen leicht und fruchtig aus mit feinen, reifen Apfel-, Aprikosen- und Bananenaromen. Weiter besitze der Wein eine harmonische Säure. Wegen der dezenten Stilistik eigne sich Felicia auch als Cuvée-Partner.

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