Drei Châteaux kämpfen seit über acht Jahren vor Gericht

Rechtsstreit um Klassifizierung der AOC Saint-Emilion Grand Cru geht weiter

Text: Fanny Urech | Veröffentlicht: 17. Februar 2021


Im Februar 2013 zogen drei französische Châteaux vor Gericht, nachdem ihnen die Klassifizierung der Crus de Saint-Emilion entzogen wurde. Seither ist ein Rechtsstreit im Gange. Zuletzt verwies nun der Staatsrat die Kläger am 12. Februar 2021 wieder zurück an das Verwaltungsgericht, wie der Conseil des Vins de Saint-Emilion in einer Pressemeldung mitteilt.

Was bisher geschah

Die Klassifizierung der Grand Crus der Appellation Saint-Emilion wurde 1955 geschaffen und alle zehn Jahre vom Nationalen Institut für Herkunft und Qualität (Inao) überarbeitet. Nach der letzten Überarbeitung wurden die drei Weingüter Croque-Michotte, Corbin-Michotte und La Tour du Pin Figeac im Jahr 2012 von der Klassifikationskommission Inao nicht mehr ausgewählt.

Die drei Weingüter hielten ihre Herabstufung für unverständlich, wie die Zeitung La Dépêche schreibt. Sie beanstandeten unter anderem die Qualifikationskriterien und zogen im Februar 2013 gegen den Entscheid der Inao vor das Verwaltungsgericht Bordeaux. Dieses lehnte die Beanstandung der Kläger jedoch am 17. Dezember 2015 ab. Daraufhin legten die drei Châteaux Berufung ein, wurden vom Berufungsgericht Bordeaux jedoch im April 2019 ebenfalls abgewiesen, da die Kläger ihre Klage zu spät eingereicht hatten.

Letzte Hoffnung

Als letztes Mittel wandten sich die Vertreter von Château Croque-Michotte an den Staatsrat. Dieses verwies den Fall nun zurück an das Verwaltungsgericht, welches diesmal laut der Zeitung La Dépêche aber über die Gültigkeit der Klassifizierung zu entscheiden hat.

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