2010er Lese abgeschlossen - Teil II: Badische Burgunder und Co

05.11.2010 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Wolfenweiler) - Die Mengeneinbußen beim blauen Spätburgunder, Badens wichtigste Sorte, zeigten sich nicht einheitlich. Manche Winzer und Regionen kamen besser weg. Das Weingut Friedrich Kiefer am Kaiserstuhl meldete sehr gesunde Trauben, die insbesondere vom guten Oktoberwetter profitieren konnten. Kellermeister Florian Zeller von der Winzergenossenschaft Wolfenweiler im Markgräflerland: „Wir haben beim Spätburgunder einen Durchschnitt von 90° Öchsle, der Jahrgang war perfekt.“ Im Weingut Andreas Männle: „Wir haben locker die 100° Öchsle geknackt und werden durch die etwas strammere Fruchtsäure, auch beim Spätburgunder, Rotweine bekommen, die mehr dem französischen Burgundertyp gleichen.“

 

Das Weingut Bös im badischen Kraichgau lobt den Jahrgang in hohen Tönen: „Wir hatten die Trauben geteilt, keine Fäulnis und kerngesunde Trauben mit 100° Öchsle gelesen.“ Auch in Waldulm und Oberkirch hat man beim Grauburgunder einen Durchschnitt von 90° Öchsle erreicht. Durchweg gelobt wird der Weißburgunder. Es scheint ein Weißburgunderjahr zu werden.

Leopold Schätzle vom gleichnamigen Weingut in Endingen am Kaiserstuhl: „So schöne Weißburgunder Kabinettweine haben wir selten gehabt.“ Ähnlich äußert sich auch Kellermeister Ingo Ehret von der Winzergenossenschaft Laufen: „Wir haben insbesondere beim Weißburgunder schöne Selektionsweine eingefahren.“

Keine Einbußen bei der Menge brachte der Gutedel, der ja vor allem im südbadischen Markgräflerland angebaut wird. „Der Gewinner dieses Jahrgangs ist bei uns eindeutig der Gutedel. Die Weine sind auch qualitativ eine Bombe“, freut Andreas Philipp im Winzerkeller Auggener Schäf. Dies bestätigt man auch in Laufen, wo man selbst Gutedel Kabinett einlagern konnte. Martin Schmidt vom Weingut Friedrich Kiefer bringt den Jahrgang auf den Punkt: „Trotz der deutlichen Ertragseinbußen werden die Frische, Brillanz, Klarheit und Reintönigkeit der Weine diesen Jahrgang zu einem Besonderen werden lassen.“ So steht es in seinem Herbstbericht. 

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