Tourismus: 1,7 Milliarden Euro Jahresumsatz im Weinbauland Franken

14.02.2011 - arthur.wirtzfeld

DEUTSCHLAND (Mainz) - Nach Angaben des bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner kommen jährlich 30 Millionen Tages- und drei Millionen Übernachtungsgäste in das Weinanbaugebiet Franken. Damit sei das Anbaugebiet bundesweit führend. Anlässlich der Verleihung des Weintourismuspreises im unterfränkischen Iphofen, gab Brunner weitere Zahlen bekannt. Danach erwirtschaftet das fränkische Weinland alleine durch den Tourismus einen Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro - Tendenz steigend.

 

Zum Vergleich: Das größere Weinanbaugebiet Rheinhessen erwirtschaftet 1 Milliarde Euro Jahresumsatz mit 20 Millionen Übernachtungsgästen. Prozentual gesehen ist Rheinhessen, bezogen auf Wachstumssprünge der letzten 10 - 15 Jahre, der geheime Star unter den großen deutschen Anbaugebieten. Die Umsatzsteigerungsraten liegen im bundesweiten Ranking am höchsten. Das Anbaugebiet Pfalz ist traditionell im Weintourismus sehr gut aufgestellt. Württemberg machte zuletzt durch einen neuen weintouristischen Internet-Auftritt von sich reden.

Die Entwicklung in Franken gewinnt seit der im Jahre 2007 gestarteten Initiative „Franken - Wein. Schöner. Land“ an Dynamik. Der Weinbau sei ein „Kulturauftrag“, unterstrich daher der Brunner. Die Wertschöpfung in der Region werde durch den Weinbau erhöht, der ländliche Raum gestärkt und die Bindung der Weinkonsumenten an die Region gefestigt.

Brunner kündigte an, dass das Ende 2010 ausgelaufene Programm zur Förderung des Weintourismus zwei Jahre verlängert wird. Dabei habe der Freistaat in den vergangenen zweieinhalb Jahren 23 Projekte mit über 900.000 Euro gefördert.

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