Gute Weingeschäfte sind gut fürs Bankkonto

13.11.2013 - arthur.wirtzfeld

CHINA (Hongkong) - "Hongkongs Weinmarkt floriert und wird weiter wachsen". Dies war die zentrale Botschaft als die International Wine and Spirits Fair letzte Woche in Hongkong (HKTDC) eröffnete. Ganz oben auf der Agenda der Weingeschäfte in Hongkong stehen schon seit Jahren internationale Top Weine und die Gewissheit, die weltweit größte und bedeutendste Stadt der Auktionen für feine Weine zu sein. Und in der Tat hat Hongkong die bisher wichtigste Auktionsstadt New York überholt. So erzielten in 2012 Sotheby´s, Christie´s, Bonhams und Co satte 1,2 Milliarden HKD (etwa 116 Millionen Euro) bei den hier durchgeführten Versteigerungen.

 

Als Partnerland der International Wine and Spirits Fair hat sich Spanien dieses Jahr breit aufgestellt und damit auch eine Offensive auf dem asiatischen Markt begründet. "Guter Wein ruiniert den Geldbeutel, schlechter Wein ruiniert den Magen, sagt ein spanisches Sprichwort", so begrüßte Hon John Tsang Chun-Wah, Finanzsekretär der Hongkonger Regierung die Vertreter der spanischen Weinindustrie und fügte an: "Guter Wein ist aber auch gut fürs Bankkonto."

Die Abschaffung der Weinsteuer vor fünf Jahren hat immens dazu beitragen, dass Hongkong in relativ kurzer Zeit zu Asiens wichtigstem Weinhandels- und Distributionszentrum werden konnte. Außerdem ist es deshalb auch nicht verwunderlich, dass sich hier die Auktionsszene etablierte, wo sich Weinliebhaber beim Bieten um edelste Tropfen übertrumpfen. Und so würdigte auch Fred Lam, Direktor des Hongkonger Handels- und wirtschaftlichem Entwicklungszentrum die in 2008 beschlossene Steuerfreiheit auf Weinimporte. "Weinliebhaber, Investoren wie auch Geschäftsleute haben in Hongkong seitdem die Qual der Wahl ob des großen Angebotes an feinen Weinen und des großen Interesses an Käufern aus ganz Asien."

Trotz der diese Woche in Shanghai startenden ProWein hatte die International Wine and Spirits Fair keinerlei Einbußen. Die Zahl der Aussteller stieg im Vergleich zum Vorjahr und erreichte mit mehr als 1000 Teilnehmern aus 40 Ländern einen Rekord. Zum ersten mal waren auch so genannte Weinexoten wie Jordanien, Litauen, Montenegro und Marokko dabei. Die Veranstalter meldeten, dass die International Wine and Spirits Fair am 9. November mit großen Erfolg abgeschlossen hat. 

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