Der "BROSE-Trend": Konsum von Roséwein steigt in den USA

31.08.2015 - arthur.wirtzfeld

USA (Washington) - Eine Erhebung der Absätze des Weinhandels in den USA zeigt offensichtlich einen Rekordumsatz mit Roséweinen über die Sommermonate. Demnach hat sich der Absatz in den letzten fünf Jahren verzehnfacht. Allein die Verkäufe des Getränkehändlers MacArthur Beverages aus Washington DC für diese Sommer stiegen um 12.000 Flaschen gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2014.

 

Auch eine Nachfrage bei der australischen Weinindustrie bestätigt diesen Trend für deren Verkäufe in den USA, wie die Treasury Wine Estates (TWE) vermeldet. Marktbeobachter stellen fest: Global steigt der Konsum - Roséweine werden immer beliebter. In der Weinszene spricht man vom "BROSE"-Effekt, angelehnt an den trendigen Roséwein von Brad Pitt und Angelina Jolie von deren Gut Miraval aus der Côtes de Provence. 

"Wir stellen eine zunehmende Reife der Weinkultur in den USA fest. Und dies gilt nicht nur für die Sommermonate, sondern der Trend hält schon das ganze Jahr an und gilt landesweit", sagt Joe Kluchinsky von MacArthur Beverages, einem der größten Einzelhändler der US-Staaten. Auch Greg Tuttle von Total Wine ist gleicher Meinung: "Die Verkäufe von Roséweinen sind besser als je zuvor. Und wir finden vielfältige Qualitäten, fruchtige Stile hinauf bis zu etablierten Marken."

Das, was die US-Händler berichten, wird von der Marketinggruppe Vins de Provence, unter anderem spezialisiert auf AOP Roséweine, bestätigt. Liest man deren Marktanalyse, so ist Erstaunliches festzustellen: In den USA ist der Konsum von fruchtig süßen Roséweinen rückläufig. Demgegenüber wächst die Popularität trockener und höherer Qualitäten, vor allem der Rosés aus Frankreich. Außerdem gibt die Analyse preis, dass der Volumenanteil von Roséweinen der Vins de Provence in den USA seit September 2014 um 5,1 Prozent zugelegt hat. Und der Import von Roséweinen der Qualitätskategorie Premium und der Preiskategorie von über 10 Euro aus Frankreich hat in den USA um enorme 52 Prozent gegenüber 41 Prozent in 2014 zugelegt. Der durchschnittliche Flaschenpreis von Roséweinen - importiert aus Frankreich - betrug 14,85 Euro und stieg in 2015 um 3,3 Prozent. 

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