Funde aus der Antike

Weisswein war in der Toskana lange vorherrschend

In der Antike war das heutige Chianti-Gebiet in der Toskana womöglich eher ein Weisswein- als ein Rotweingebiet. Darauf deuten Funde von Traubenkernen aus der Nähe von Siena hin. Ein Team von Wissenschaftlern aus mehreren Ländern hat sie untersucht und ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift «Journal of Archaeological Science» veröffentlicht. 

Funde aus zwei Brunnen

Dabei untersuchten sie Traubenkernen, die in zwei antiken Brunnen in Cetamura del Chianti aufgefunden wurden. Diese werden auf Zeiträume zwischen 300 vor und 1200 nach Christus datiert. Dabei handele es sich um die bisher umfangreichste genetische Untersuchung von Traubenkernen aus einer einzigen archäologischen Fundstätte.

Eine – weisse – Rebsorte dominierte

Mit der Untersuchung «konnten wir Elemente der Kontinuität zwischen der etruskischen und der römischen Epoche feststellen, wobei über Jahrhunderte hinweg eine dominante Rebsorte gepflegt wurde, die wahrscheinlich weisse Beeren trug.» 

Etrusker gaben Sorte weiter an die Römer

Die Forscher sind sich sicher, dass diese Rebsorte von den Etruskern an die Römer weitergegeben wurde und auch von diesen über Jahrhunderte weiter angebaut wurde. Allerdings führten die Römer auch neue Rebsorten ein.

Zurück zur Übersicht