Neapel begeistert seine Gäste.

Mein Weinweekend in Neapel

Text: Christian Eder, Fotos: z.V.g., gettyimages / francescasciarra

Die ehemalige Hauptstadt des Bourbonenreiches ist immer eine Reise wert: ob im Frühling, wenn die Zitronenbäume blühen, im Sommer, wenn die Neapolitaner zum Baden nach Posillipo oder Ischia fahren, im Herbst, wenn rundherum die Weinlese beginnt, oder in der Vorweihnachtszeit, wenn die «presepie», die kunstvollen Weihnachtskrippen, aufgebaut werden.

Neapel begeistert seine Gäste. Mit ihrer einzigartigen Lage am Golf von Neapel verbindet die lebendige Hafenstadt typisch mediterranes Flair mit modernem Grossstadtfeeling: Etwa drei Millionen Menschen leben in der Metropolregion Neapel, und der grösste Teil davon, so meint man, trifft sich am Samstag und Sonntag zu einer «passeggiata» am Lungomare oder in der pittoresken Altstadt mit ihren prunkvollen Palästen und Kirchen, um einen Aperitivo zu geniessen. War die Stadt früher ein Hort der Kleinkriminalität, in dem man gewisse Stadtviertel besser mied, hat sich das inzwischen beruhigt. Aber Handy oder Handtasche zu sorglos zu tragen, sollte man immer noch vermeiden – gerade in einer langen Schlange vor einer Bar oder einem Laden für Pizza fritta, dem klassischen Fast Food der Stadt am Vesuv.

 

«Wir haben rund um Neapel zwar eine jahrtausendealte Weinbautradition, aber so richtig beginnen wir erst jetzt, unsere Stärken auszuloten.»

Vincenzo di Meo, Önologe, La Sibilla, Campi Flegrei

Denn Neapel ist natürlich auch – wie man weiss – die Heimat der besten Pizzabäcker der Welt, der sogenannten «pizzaioli». Das lokale Grundnahrungsmittel hat in der Stadt eine sehr lange Tradition. Schon im 17. Jahrhundert haben «pizzaioli» in den Gassen von Neapel die Pizza mastunicol gebacken, belegt mit Olivenöl, Basilikum, Speck und Pecorino. 1780 eröffnete die erste Pizzeria «Pietro... e basta cosi», und die Pizza wurde bald ein Grundnahrungsmittel der Neapolitaner. Auch nach dem Machtwechsel von den Bourbonen zu den Savoyern als Könige Italiens blieb der runde Teigfladen in Mode: König Umberto I. liess 1889 sogar den berühmtesten der «pizzaioli», Raffaele Esposito, in seinen Palast kommen, um sich Pizza nach drei verschiedenen Rezepten zubereiten zu lassen: eine mit Schweinefett, Basilikum und Käse, eine mit Knoblauch, Öl und Tomaten und schliesslich eine mit Mozzarella, Basilikum und Tomaten, den Farben der italienischen Flagge. Umbertos Gattin, Königin Margherita, liebte diese Pizza so sehr, dass Esposito diese nach ihr benannte: Die Pizza Margherita war geboren. Seit 1995 ist die Pizza Margherita, wie jede «Verace pizza napoletana artigianale», die echte handgemachte neapolitanische Pizza, eine «Pizza DOC»: Ihre Produzenten verpflichten sich, bei ihrer Produktion die strengen Regeln einer Charta einzuhalten.

Die schönsten Pizzerien Neapels findet man zweifelsohne in den engen Gassen der Altstadt: «Umberto» heissen sie, «Port’Alba» oder «Da Ettore». Die berühmteste der Stadt – und dabei die spartanischste – ist «Da Michele »: Hier isst man – nachdem man ein Ticket gezogen hat und einem ein Platz zugewiesen wurde – seine Pizza an langen Tischen gemeinsam mit anderen Enthusiasten aus Neapel, den USA oder Japan; dazu wird traditionell nur ein Glas Bier oder eine Cola serviert. Dies hat nicht nur geschmackliche Gründe: In Italien gilt Pizza nicht als volle Mahlzeit, sondern eher als Snack.

Will man stattdessen lieber einen Wein zur Pizza und etwas Gemütlichkeit, muss man schon ins nahe «Port’Alba» wechseln: Dort wird Gragnano empfohlen, ein spritziger frischer Rotwein aus der Gegend. Denn die Provinz Neapel ist auch eine wichtige Weinregion: 2100 Hektar stehen unter Reben, rund 500 davon auf den vulkanischen Böden rund um die Stadt – auf der Insel Ischia, in den Campi Flegrei und am Vesuvio.

Mineralisch-elegante Lava-Weine 

Hinter Neapels Hafen und dem Meer erhebt sich der beherrschende Vulkan und symbolisiert, warum gerade hier – im Golf von Neapel – so mineralisch-elegante Weine gedeihen: Tektonisch schiebt sich an dieser Stelle die afrikanische Kontinentalplatte unter die europäische und sorgt regelmässig für Erdbeben und vulkanische Tätigkeit. Vor 2000 Jahren wurde das bereits Pompeji zum Verhängnis, und bis heute ist die Gefahr allgegenwärtig: Der Vesuv könnte jederzeit wieder Lava ausspeien – bis nach Capri und darüber hinaus. Neapel liegt auch über einem der grössten unterirdischen Vulkane unseres Planeten: In den Campi Flegrei – den Phlegräischen Feldern – schiessen Schwefeldämpfe und Geysire aus dem Boden, Thermalquellen sprudeln hier und auch auf der Insel Ischia.

Zum Gesamtkunstwerk Neapel gehören auch die Inseln Ischia und Capri, die seit jeher als Refugium von VIPs und als Filmschauplatz dienen. Auch hier gedeihen Weinreben, wenn auch auf Capri nur in begrenztem Ausmass: Denn leider bleibt zu wenig Platz neben Hotels und Villen. Ischia ist hingegen fest in der Hand der Winzer und der Weinanbau allgegenwärtig – steile, terrassierte Rebzeilen reichen bis in die höchsten Lagen und sind die Basis von frischen Weissweinen und mineralischen Roten, die man stilgerecht auf einer Terrasse am Meer geniessen sollte: mit Blick auf Neapel und den Vesuv, während die rote Sonne im Meer versinkt.

Erlebnis & Natur

Vulkan, Meer und Inseln: Der Golf von Neapel ist eine Reise wert, Kultur- und Naturfreunde, aber auch Buongustaii und Weinliebhaber kommen gleichermassen auf ihre Kosten.

Infos

Trekking am Vesuv

54 Kilometer Wanderwege stehen auf elf Routen im Nationalpark Vesuv zur Verfügung, einige davon auch in der Nähe des Kraters. Besonders empfehlenswert ist die Tour durch das Valle d’Inferno, bei der man einen Einblick in die Geologie und die Naturschönheiten der Vulkanlandschaft bekommt.

parconazionaledelvesuvio.it

Inselhüpfen

Die Inseln des Golfes von Neapel sind auch bei Naturliebhabern beliebt: Ob in den Thermalquellen von Ischia, auf den Wanderwegen und in den Buchten von Capri oder auf den einsamen Pfaden auf Procida – jede der Inseln hat ihr Flair. Erreichbar per Fähre und Schnellboot vom Hafen von Neapel aus.

snav.it

Schwimmen, Wandern, Spazieren...

Cratere degli Astroni

Vor 4400 Jahren entstanden, ist das WWF-Schutzgebiet des Kraters von Astroni in den Campi Flegrei eines der jüngsten Zeugnisse des Vulkanismus in der Region. Im Krater eines Vulkans von 247 Hektar Fläche befinden sich drei Seen – der Lago Grande, der Cofaniello Piccolo und der Cofaniello Grande – mit ihrer Vegetation aus Schilf, Weiden, Binsen und Rohrkolben und einer facettenreichen Tierwelt mit Schmetterlingen, Eisvögeln und Wild. Individuelle und geführte Touren in dieser grünen Oase werden vom WWF angeboten.

crateredegliastroni.org

Auf Pompejis Spuren

Villa dei Misteri

Die Familie Mastroberardino kultivierte bis 2021 den einzigen Rebberg in der Ausgrabungsstätte Pompeji und hat die Trauben für den Pompeiano Rosso IGT Villa dei Misteri aus Piedirosso und Sciascinoso auf fünf Rebbergen inmitten der Ausgrabungsstätte angebaut (aktuell werden die Rebberge nicht bewirtschaftet). Der Blend wurde nach der Villa dei Misteri benannt – eine der besterhaltenen Ausgrabungsstätten Pompejis und einst Schauplatz von Festen zu Ehren von Bacchus. Ein Ausschnitt der in ihrem Inneren gefundenen farbenfrohen Fresken schmückt auch das Etikett. Vom Wein ist aktuell der Jahrgang 2013 auf dem Markt, bis 2021 liegen noch Jahrgänge im Keller von Mastroberardino.

pompeiisites.org

Terrasse mit Aussicht

Caracol

Nur die allerfrischesten Zutaten aus dem eigenen Garten und aus dem Meer verarbeitet Sterne- Koch Angelo Carannante in seinem Restaurant in Bacoli, im Westen des Golfes von Neapel. Probieren Sie Carannantes Interpretation der Pizza oder seinen Gambero rosso, latte di arrachidi e carota fermentata (Hummer mit Erdnussmilch und fermentierter Karotte), sein Spaghetto oder den Collo della spigola. Dazu gibt’s Weine der Campi Flegrei.

caracolgourmet.it 

Sundowner

L’Antiquario

In einer stillen Gasse nahe dem Lungomare wird man an der Bar oder in den roten Samtsofas hervorragend umsorgt: L’Antiquario gilt nicht zu Unrecht als eine der besten und stilvollsten Cocktailbars Italiens. Neben Klassikern wie Mojito, Americano oder Negroni gibt es auch viele Eigenkreationen, die mehr als nur einen Versuch lohnen. Guest-Bartender aus der ganzen Welt sorgen regelmässig für frischen Input. Reservierung ist unbedingt empfohlen!

facebook.com/AntiquarioNapoli

Pflichtpizza

L’Antica Pizzeria Da Michele

Seit 1870 legendärer Gral der Pizza inmitten der lärmigen Altstadt von Neapel. Ins «Da Michele» pilgert jeder Liebhaber der runden Köstlichkeit zumindest einmal im Leben, um bei babylonischem Stimmengewirr und dem Knattern von Vespas und Apes ein Stück der Pizzalegenden Margherita oder Marinara zu geniessen – sobald man mit zuvor gezogenem Ticket an die Reihe kommt. Als Begleitung empfiehlt sich Cola oder Bier.

damichele.net

Essen & Trinken

In Neapel trafen sich kulinarisch immer die Einflüsse des Meeres mit denen des fruchtbaren Hinterlandes. Und natürlich ist die Pizza nicht wegzudenken

Tipps

Mediterrane Verführung

Daní Maison

Im Hause seiner Grossmutter auf Ischia hat Nino Di Costanzo sein elegantes Restaurant eröffnet. Inmitten eines gepflegten Gartens wird mediterran aufgekocht, und das auf höchstem Niveau. Hervorragender, stets frischer Fisch, und dazu gibt’s auch (fast) alle Ischia-Weine. Das war auch dem Guide Michelin zwei Sterne wert. 

danimaison.it

Altehrwürdige Tradition

Pizzeria Oliva da Carla e Salvatore

Traditionsreiche Pizzeria im Viertel, in dem die Schauspielerlegende Totò geboren wurde, und noch immer ein Geheimtipp: hervorragend die Margherita und die Pizza Fritta. Dazu wird Gragnano Frizzante serviert.

Tel. +39 081 544 98 71

Neapolitanisches Streetfood

Antica Friggitoria Masardona

Obwohl frittiert, ist die Pizza Fritta – frittierter Pizzateig, gefüllt mit Schweine- Ciccioli (getrockneten Schmalzwürfeln), Salami, Schinken, geräuchertem Provola- Käse, Ricotta und Tomaten – überraschend leicht: wie hier in der Antica Friggitoria Masardona. Serviert wird sie nur mittags.

Tel. +39 081 28 10 57

Kaffeehauskultur par excellence

Gran Caffè Gambrinus

Mit seinem Mix aus neoklassizistischem und Libertystil und dem leicht grantigen, wenn auch perfekten Service könnte man dieses Literaten-Café – das Oscar Wilde und Ernest Hemingway frequentierten – auch in Wien oder Triest finden. Die Kaffee- und Pasticceriaauswahl lässt nichts zu wünschen übrig.

grancaffegambrinus.com

Übernachten

Man hat die Qual der Wahl: ein Thermalresort auf Ischia, eine Luxusherberge mit Blick über Neapel oder ein stilvolles B&B mitten in der Altstadt.

Tipps

Cala Moresca Resort

Drei Restaurants, Pool, Bar und elegante Zimmer inmitten mediterraner Vegetation nahe dem Badeort Bacoli sind Teil dieses luxuriösen Resorts. Das Frühstück wird auf der Terrasse mit Blick auf das Meer und die Inseln Ischia und Procida serviert.

calamoresca.it 

Hotel San Francesco al Monte 

Stilvolle Unterkunft in einem ehemaligen Kloster hoch über Neapel: Frühstücksterrasse und Pool mit Aussicht runden das Ensemble ab, die Altstadt und der Lungomare sind nach einem kurzen Spaziergang zu erreichen.

hotelsanfrancesco.it

Punta Tragara

Das luxuriöse Hotel liegt oberhalb der Faraglioni-Felsen Capris und wurde von Le Corbusier in den 1920er Jahren geplant. Mit dem «Monzù» besitzt das Hotel eines der besten Restaurants der Insel inklusive unschlagbarer Aussicht.

manfredihotels.com/punta-tragara

Villa Bianca

Familiengeführtes Boutique-Hotel gleich neben den Poseidon-Gärten, den berühmtesten Thermalanlagen Ischias. Thermal- und Kneippbäder verteilen sich in einer blühenden Gartenlandschaft nahe dem Meer.

hotelvillabianca.com

Mare e Monti – Meer und Berge

Grand Hotel Parker’s

Das «Grand Hotel Parker’s», im 19. Jahrhundert als «Hotel Tramontano Beau Rivale» gegründet, ist heute im Besitz der Winzerfamilie Avallone und gibt den Blick auf Altstadt, Golf und Vesuv frei. Im Restaurant «George’s» zaubert Chef Domenico Candela: Der Ricottina di bufala, Frischkäse vom kampanischen Büffel, wird gebacken und mit Tomaten und Grissini all’aglio (Grissini mit Knoblauch) serviert. Ein klassisches Gericht ist Baccalà in cassuola al modo tradizionale – Stockfisch in der Kasserole gebacken.

grandhotelparkers.it, georgerestaurant.it

Wie zuhause

Casa d’Anna ai Cristallin

Eines der schönsten B&Bs Neapels mit fünf stilvollen Unterkünften: familiärer Empfang, stilvolle Inneneinrichtung, köstliches Frühstück und eine zentrale Lage nahe der Via della Sanità mit ihren Barockpalästen und Märkten. Das Centro Storico ist gerade mal zehn Minuten entfernt, ebenso wie das Archäologische Museum und der Orto Botanico.

casadanna.it

Albergo Il Monastero

Albergo Il Monastero

Das stilvolle Boutique-Hotel befindet sich auf Ischia in einem ehemaligen Kloster innerhalb der mittelalterlichen Burg Aragonese auf einem Felsvorsprung. Das Ensemble ist nur durch einen Damm mit der Insel verbunden. Gäste schlafen in den ehemaligen Mönchszellen inmitten der mittelalterlichen Mauern unter Gewölbedecken und viel Kunst. Der Hauswein aus Biancolella wird in einer Miniauflage von 600 Stück vom renommierten Ischia-Weingut Casa d’Ambra gekeltert.

ilmonasterocastelloaragoneseischia.com

Kultur & Wein

In der ehemaligen Hauptstadt des Bourbonenreiches findet man Kirchen, Klöster und Museen, und natürlich ist auch ein Ausflug nach Pompeji und Herculaneum Pflicht.

Tipps

Die Weine Neapels

Der Weinbau hat rund um Neapel eine jahrtausendealte Geschichte. Spuren des Weinbaus findet man in den Villen von Pompeji ebenso wie im antiken Oplontis nahe Torre Annunziata, wo die Überreste eines Weinbaubetriebes und eine Villa entdeckt wurden, die Poppaea Sabina, Neros Frau, gehörten. Tatsächlich stammte ein Grossteil des Reichtums des antiken Pompeji aus der Weinproduktion und dem Weinhandel. Noch bis ins Jahr 79 nach Christus war der Vesuvio von grünen Weinbergen überzogen, von denen blieb aber nach der Zerstörung Pompejis nichts mehr übrig. Heute findet man an den Hängen des Vulkans wieder rund 300 Hektar Reben.

Vesuvio

Das DOC-Gebiet Vesuvio befindet sich an den Hängen des Vulkans, wo traditionell der rote Lacrima Christi produziert wird. Die wichigsten Rebsorten sind der rote Piedirosso – lokal Per’e Palummo genannt – und die weisse Falanghina.

vesuvio.wine

Campi Flegrei

Auf dem vulkanischen Terroir reifen Falanghina und Piedirosso als Basis für die zahlreichen Campi-Flegrei-DOCWeine. Gemeinsam mit den Inseln Ischia und Capri stehen rund 175 Hektar unter Reben.

Ischia und Capri

Ischia hat eine Historie in der Terrakotta- Produktion, die bis in die griechische Zeit zurückreicht. Die vulkanischen Böden waren stets die Basis einer heroischen Weinproduktion auf terrassierten Lagen bis in die höchsten Lagen des 789 Meter hohen Monte Epomeo. Auch der Weinbau auf Capri findet grossteils auf terrassierten Steillagen statt.

 

Barock und Blutwunder

San Gennaro

In der Basilika von San Gennaro wird jedes Jahr am 19. September der Festtag des Stadtheiligen Sankt Januarius mit einer grossen Prozession durch die Altstadt gefeiert. Höhepunkt ist die Verflüssigung des eingetrockneten Blutes des Heiligen, das in einer Glasampulle aufbewahrt wird: ein gutes Omen für das kommende Jahr. Aber nicht jedes Jahr geschieht das Wunder (das manche Skeptiker auf eine chemische Ursache zurückführen): 2021 zum Beispiel blieb das Blut eingetrocknet, 2023 glücklicherweise nicht.

catacombedinapoli.it

500

8%

500 Hektar

nehmen die Rebberge im DOP Vesuvio, dem DOC Campi Flegrei und auf den Inseln Ischia und Capri ein.

8%

der gesamten Rebfläche von Kampanien liegen in der Provinz Neapel. Das entspricht rund 2100 Hektar.

Dreimal Scudetto

SSC Napoli

2023 war es so weit: Nach 33 Jahren Pause hat der SSC Napoli – Gli Azzurri – zum dritten Mal in seiner Geschichte den «Scudetto», den Titel des italienischen Fussballmeisters gewonnen. Auftakt zu einem wochenlangen Fest, bei dem die Stadt in der Vereinsfarbe Hellblau erstrahlte. Verein und Tifosi hoffen, den Titel 2024 zu verteidigen. Den Status eines Nationalheiligen hat Weltmeister Diego Maradona, der hier von 1984 bis 1991 aktiv war. Aus dieser Zeit stammen die ersten beiden Meistertitel und der Gewinn des UEFA-Pokals 1989. Seit Maradonas Tod 2020 trägt die Heimspielstätte des Vereins, das Stadion San Paolo, den Namen Stadio Diego Armando Maradona. Dort soll auch ein Museum entstehen. Bis dahin lohnt ein Ausflug ins kleine Museum Camarota Antonio in Cis Nola, das ebenfalls dem lokalen Fussball huldigt.

sscnapoli.it

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