Moscato d’Asti DOCG/Asti DOCG
Moscato für alle Fälle
Fotos: z.V.g.

In einer pittoresken hügeligen Reblandschaft, die seit 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, werden die beiden aromatischen süssen Weissweine der Belpaese schlechthin produziert: Asti DOCG und Moscato d’Asti DOCG.
Die Moscato-Bianco-Rebe ist die Basis des Schaumweins Asti DOCG und des Perlweins Moscato d’Asti DOCG gleichermassen: Seit Jahrzehnten sind beide Weine Aushängeschilder des piemontesischen Weinbaus. Aufgrund der sanften Pressung und der kontrollierten alkoholischen Gärung kann man in beiden Weinen die Düfte und Aromen frisch gepflückter Trauben im Glas geniessen.
51 Gemeinden in den Provinzen Alessandria, Asti und Cuneo mit einer Rebfläche von rund 10 000 Hektar wurden 2014 als Kulturlandschaft ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Von diesen 10 000 Hektar haben mehr als 1400 eine Hangneigung von über 40 Prozent. Diese werden auf Piemontesisch mit dem historischen Namen Sorì bezeichnet, in ihnen ist der Einsatz mechanischer Mittel nicht möglich, die Arbeit im Weinberg muss daher manuell erfolgen.
Moscato Bianco hergestellt – ist ein fundamentaler Teil der Piemonteser Schaumweintradition. Traditionell Dolce – süss – ist er ein hervorragender Aperitif und ein Begleiter zur Pasticceria. Trotzdem setzen immer mehr Winzer auf den Facettenreichtum des Asti DOCG und bieten Versionen mit weniger Restzucker an – vom Demi-Sec über Extra Dry bis Secco. Und obwohl die Produktion im Drucktank Standard ist, erzielen inzwischen auch einige Kellereien mit klassischer Flaschengärung – Metodo Classico – gute Ergebnisse. Was die Herstellung betrifft, unterscheidet sich Moscato d’Asti DOCG vom Schaumwein Asti DOCG durch die Gärung, die bei Erreichen eines Alkoholgehalts von etwa fünf Volumenprozent gestoppt wird, und durch den geringeren Atmosphärendruck, der ihn zu einem äusserst lebendigen und prickelnden Wein macht.
Zum Schutz der Bezeichnung wurde 1932 das Consorzio dell’Asti DOCG gegründet, eine der ältesten Winzervereinigungen Italiens. Mit Unterstützung des Konsortiums wurden auch die Proben für diese Verkostung organisiert: Schaumwein Asti DOCG (meist ohne Jahrgang) und Moscato d’Asti DOCG. Von diesem Perlwein wurden vor allem Weine des sehr gelungenen Jahrgangs 2025 präsentiert. Ältere Jahrgänge demonstrieren das Alterungspotenzial, das bei Moscato immer noch gerne unterschätzt wird.
Best of Moscato d’Asti DOCG/Asti DOCG - Top 10
| Platz | Beschreibung | |
|---|---|---|
| 1 | 93/ 100 Punkte | Michele Chiarlo Piemont
Zeitloser Klassiker der Familie Chiarlo aus Calamandrana: Feine Perlage, dann ein Potpourri an fruchtigen und floralen Noten, getoppt mit balsamischen Nuancen; am Gaumen cremig und mit einer leichtfüssigen Säure, die bis in den langen Abgang erfrischt.
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| 2 | 92/ 100 Punkte | Gancia Piemont – Astigiano
Nach einem Jahr haben wir diesen gereiften und 2023 degorgierten Asti DOCG wieder probiert und immer noch überzeugt sein komplexes Bouquet nach Akazienblüten und exotischen Früchten, dezent die Hefe; cremig und vibrierend ist er nach wie vor im Mund und auch der Abgang lässt nichts zu wünschen übrig.
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| 3 | 92/ 100 Punkte | Matteo Soria Piemont
Neun Monate bleibt dieser Asti auf den Hefen, das gibt ihm eine feine Perlage und ein facettenreiches Bouquet mit viel exotischer Frucht, Blüten- und balsamischen Noten; exzellent ausbalanciert am Gaumen, fruchtig-floral im Nachhall.
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| 4 | 92/ 100 Punkte | Romano Dogliotti - Caudrina Piemont – Astigiano
Stets zuverlässiger Schäumer, der mit seinem komplexen Odeur nach Aprikosen, Holunderblüten und Salbei überzeugt; am Gaumen cremig, die Säure perfekt integriert, endet lang auf Aromen von weissem Pfirsich und Blüten.
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| 5 | 92/ 100 Punkte | Tenuta Il Falchetto Piemont – Le Langhe
Den Auftakt machen akzentuierte Noten von Pfirsich, Zitrusfrüchten, Holunderblüten und Salbei; süss am Gaumen, von der krokanten Säure austariert, das Finale mit einem Potpourri an Frucht- und Blütenaromen plus etwas Honig und Ingwer.
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| 6 | 92/ 100 Punkte | Cascina Cerutti Piemont
Verströmt ein delikates Odeur nach weissen Blüten, Pfirsichkompott und Birnen; im Mund ausgewogen und doch von einer feinen Säure unterstützt, endet lang auf Noten von Früchten, fein unterlegt von dezentem Honig und Nüssen.
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| 7 | 92/ 100 Punkte | CarlinDePaolo Piemont
Startete mit einem intensiven Aroma nach exotischen Früchten, Limetten, Honig und Salbei; harmonischer Auftakt, die Säure balanciert hervorragend die feine Süsse aus, geschmeidig-fruchtiger Abgang. Zu Cremedesserts und Petit Fours.
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| 8 | 92/ 100 Punkte | Braida Piemont
Ein Aushängeschild der Rebsorte aus einem Rebberg der Familie Bologna: Komplexe Blume mit Noten von Steinobst, Limonen, Rosen- und Holunderblüten; im Auftakt die Süsse in Balance mit der akzentuierten Säure, dann cremig, das Finale fruchtig-floral und sehr bekömmlich.
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| 9 | 92/ 100 Punkte | Tenuta Olim Bauda Piemont
Facettenreiche Blume nach Pfirsich, Orangen, flankiert von Salbei- und Rosenblüten; am Gaumen geschliffen, ausgewogen zwischen Säure und Süsse, der lange Abgang auf Noten von Honig, reifen Aprikosen und Nüssen. Ein Verführer.
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| 10 | 92/ 100 Punkte | Terrabianca Piemont
Mit der Belüftung zunehmend facettenreiches Bouquet nach Orangenblüten, Limetten, Salbei, Nüssen; geschmeidige Evolution mit knackiger Säure, die für den Unterbau sorgt, im Nachhall lang und reif-fruchtig mit feinen Honignoten.
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