Bonnaire

Drei und Zwei = Hundert

Hundert Punkte verdient der Kandidat Bonnaire, Familienbetrieb in der Spitzenlage Cramant, für seine Bombenidee, drei unterschiedlich vinifizierte Champagner gleichen Jahrs und Ursprungs im Set anzubieten. 

Jean-Emmanuel und Jean-Etienne haben gut lachen. Bonnaire steht für Champagner der besonderen Art. Doch die Brüder ruhen sich nicht einfach auf den Lorbeeren aus. Aktuell bringen sie ein Set von drei Weinen auf den Markt (in einer Kleinauflage von genau 1000 Exemplaren), das ihre Philosophie und ihr Streben besonders gut verkörpert: die Bonnaire Collection 2008. «Der Jahrgang hat Symbolwert. 2008 nahmen Jean-Etienne und ich die Mitarbeit im Betrieb auf, als ersten Schritt der Übergabe», erzählt Jean-Emmanuel Bonnaire. «Gewiss, wir sind auf der Domäne gross geworden. Doch unser Vater, der selber nicht studieren durfte und bereits mit 16 Jahren im Rebberg stand, wollte, dass wir erst anderswo Erfahrung sammeln. Ich studierte Kunstgeschichte und mein Bruder Recht.» Heute kümmert sich Jean-Etienne vornehmlich um Reben und Wein und Jean-Emmanuel um die Kommerzialisierung. 
Ziel der Bonnaire Collection (deren Weine nicht einzeln erhältlich sind): die ganze Bandbreite der Nuancen zu illustrieren, die ein Chardonnay aus Cramant ausdrücken kann. Die Grundweine des Jahrgangs stammen aus der gleichen Lage, wurden gleich vinifiziert, aber unterschiedlich ausgebaut: einmal im Tank, einmal in der Barrique. Der dritte machte die Flaschengärung nicht unter Deckelverschluss durch, sondern unter Kork. Das Resultat schmeckt und bildet zugleich: ein Must für alle, die den Geheimnissen des Champagners näher auf die Spur kommen wollen. 

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