Deutschland, (w)einig Vaterland

Ost / West 

Text: Rudi Knoll; Fotos: gettyimages/GoodLifeStudio, Marco Busch, Torsten Biel, Gerald Risch, z.V.g., Robert Michael, Jason Sellers, z.V.g., Jana Kay

Vor 30 Jahren bekamen elf deutsche Anbaugebiete Zuwachs durch zwei Regionen im Osten. Dass der vorher starr organisierte und qualitativ von Improvisation geprägte Weinbau an Saale und Unstrut sowie an der Elbe in Sachsen nach einigen Jahren aufzublühen begann, war auch «Wessis» zu verdanken, die im deutschen Osten ihr Glück suchten – und fanden. Wir stellen sowohl die Pioniere im Osten als auch die Ostdeutschen vor, die im Westen im Weinbereich aktiv wurden.

Ende April 1990 titelte VINUM mit einer Schlagzeile, die visionären Charakter hatte. Nach dem Fall der Mauer zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik am 9. November 1989 war die Wiedervereinigung noch nicht beschlossene Sache. Aber auf dem Titel stand als Ankündigung einer Reportage «Letzter Jahrgang DDR?». Am 3. Oktober 1990 konnte man auf das Fragezeichen verzichten. Die DDR hatte aufgehört zu bestehen. Es gab nur noch ein Deutschland. Was in den Weinkellern lag, hatte der Arbeiter- und Bauernstaat hinter sich gelassen. Dafür wusste im Weinbau an Saale, Unstrut und Elbe wohl keiner so recht, wie es weitergehen sollte. Westdeutsche Kellereien und Händler drängten rücksichtslos auf den neuen Markt. Hilflos dazwischen standen die wenigen Betriebe, die es gab: an Saale und Unstrut, ein vormals «volkseigenes Weingut» in Naumburg-Bad Kösen und eine Genossenschaft in Freyburg, an der Elbe die Genossenschaft in Meißen und ein ehemaliges «volkseigenes Gut» in Radebeul. Ausserdem war da noch die Rotkäppchen-Sektkellerei in Freyburg, die schon Jahrzehnte keine Weine mehr aus ihrer Region versektet hatte, sondern sich der Grundweine aus sozialistischen Bruderländern bediente.

Auf zu neuen Ufern

Den vier Weinbaubetrieben, die damals 380 Hektar in der Saale-Unstrut-Region und 300 Hektar an der Elbe bewirtschafteten, konnte VINUM wieder etwas unter die Arme greifen, und zwar mit einer Patenschaft für eine gemeinsame, öffentliche Jungweinprobe, die am 8. März 1991 in Bad Kösen über die Bühne ging und bei der über 60 Weine vorgestellt wurden, die gute Ansätze erkennen liessen. Organisiert hatte sie der damalige Chef des Bad Kösener Volksgutes, Udo Lützkendorf, der später mit Sohn Uwe erfolgreich ein eigenes Weingut gründete und mit vielen Ratschlägen andere ermunterte, sich mit Wein selbstständig zu machen. Die Sektkellerei war da aussen vor. Sie hatte das Glück, dass ein westdeutscher Unternehmer aus der Spirituosenbranche (damals Eckes-Chantré) knapp 60 Prozent der Anteile übernahm. Den Rest teilten sich einige leitende Mitarbeiter im Management-Buy-out-System auf. Damit begann eine unternehmerische Karriere, die bis zur Marktführerschaft von Rotkäppchen auf dem gesamtdeutschen Markt führte. Erreicht wurde das auch durch Fusionen (Mumm) und Übernahmen (Geldermann-Sekt) sowie diverse Zukäufe. Im Weinbau hat sich das Bild gewaltig verändert. Die beiden Genossenschaften haben sich stabilisiert. Vor allem die Freyburger sind mit ihren Weinen gut im Westen präsent. Die Weingüter wurden zu Staatsbetrieben umgewandelt. In Radebeul entstand Schloss Wackerbarth als ein «Reich der Sinne», das von Touristen bevölkert wird und vor allem für Sektfans zur erstklassigen Adresse wurde. Deutlich gewachsen ist die Rebfläche. In Sachsen sind es heute 500 Hektar, an Saale und Unstrut 760 Hektar, weil sich die dazugehörigen Bundesländer Thüringen und Brandenburg als neue Weinbaugebiete durch Pflanzgenehmigungen der EU positiv entwickeln konnten. Nach einigen Jahren hatte der Osten auch westliche Strukturen mit Weinprüfung, Prämierung und dem Verbandswesen übernommen. 

 

Von West nach Ost

Pioniere im «wilden Osten»

Was im gesamten ostdeutschen Weinbau für viel Bewegung sorgte, waren Wessis, die im Osten ihr Glück suchten und auch fanden. Ein Pionier war ein Winzer von der Obermosel, der in dem kleinen Ort Sörnewitz an der Elbe die Vorahnung hatte, dass sich hier mal viele Touristen an der schönen Landschaft – und am Wein – berauschen würden. In einem baufälligen Bauernhof gründete der gebürtige Trierer Walter Schuh (Jahrgang 1955) wagemutig 1991 seine Elbtalkellerei. Nach und nach konnte er Brachflächen bestocken und vernachlässigte Fluren wiederbeleben. Mit den Jahren entstand durch viel Arbeit ein schmucker Betrieb, der durch Hotel und Restaurant ergänzt werden konnte. 25 Jahre nach seiner Ankunft konnte er diesen an die Kinder Katharina und Matthias übergeben und sich in den Ruhestand zurückziehen. 

Zurück zu den Wurzeln

Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurde in der Nähe von Meißen ein deutscher Adeliger aktiv. Georg Prinz zur LippeWeißenfeld, eigentlich in München als Unternehmensberater erfolgreich, wollte die Chance für eine Wiedergründung des einstigen Familienbesitzes ausloten, das vom Ort Proschwitz aus ein Grossgrundbesitz mit viel Landwirtschaft und einem bedeutenden Weingut war. Die Familie, einst Hochadel von europäischer Bedeutung, wurde noch 1943 von der NSDAP aus Schloss Proschwitz vertrieben, später dann von den Russen enteignet und des Landes verwiesen. 1990 war schnell klar, dass es allenfalls eine Mini-Entschädigung, aber keine Rückgabe des einstigen Besitzes geben konnte. Lippes Vater Christian animierte den Sohn, in Sachsen das Feld zu sondieren. Seine Präsenz sprach sich schnell herum. So bekam er Kontakt mit dem Führer einer Brigade, der ihm 15 Hektar Reben als Pachtfläche anbot, wenn er bereit wäre, ihn und seine Mitarbeiter zu beschäftigen. Georg Lippe schlug ein und startete ein waghalsiges Unternehmen. Den ersten Jahrgang, 1991, musste er noch in Castell bei der mit ihm verwandten Fürstenfamilie ausbauen, weil ihn die Meißener Genossenschaft abblitzen liess. Die Trauben wurden in mehreren abenteuerlichen Touren mit einem alten Lkw nach Franken transportiert. Castell-Kellermeister Eduard Krammer übernahm den Ausbau und stand dem «Jungwinzer» danach noch länger bei, weil dieser praktisch keine Ahnung von der Vinifikation hatte. Es dauerte einige Jahre, bis der Betrieb funktionierte, eine richtige Kellerei entstand und der Prinz sogar das Familienschloss zurückerwerben durfte. Zwischendrin erlitt er noch Schiffbruch mit einem ehrgeizigen Projekt in Weimar (Thüringen), das ihm ein dortiger Landrat ans Herz gelegt hatte. Der Start war gut, aber nachdem es ihm durch Kampagnen vor Ort nicht gelungen war, eine Kellerei für über 45 Hektar zu errichten, gehörte das Weinhaus zu Weimar der Geschichte an. Es war einfach zu mühselig, Trauben im Herbst rund 200 Kilometer nach Sachsen zu karren. Die Freyburger Genossenschaft übernahm die Rebfläche und fährt mit ihrem «Werkstück Weimar» seit einigen Jahren gut damit. Dass Prinz Lippe zumindest in Sachsen richtig Fuss fasste und sein Schloss mit Park ein beliebter Veranstaltungsort wurde, daran hatte der in Kassel geborene gelernte Elektrotechniker Martin Schwarz einen wesentlichen Anteil. Er war zu Wein gewissermassen auf dem zweiten Bildungsweg gekommen, studierte in Geisenheim, wollte mal selbst ein Weingut aufmachen und lernte 1996 den Wein-Prinzen kennen, bei dem er Kellermeister wurde. Das ging auch noch weiter, als er 2013 seinen Traum vom eigenen Betrieb realisieren konnte. Aber weil die Nebentätigkeiten mit Beratung von mehreren Betrieben zu viel wurden, verabschiedete sich Schwarz aus dem Adelsgut. Heute ist er hier als Berater tätig und hat sich zudem ein neues Projekt in Brandenburg angelacht. Das Weingut Wolkenberg in der Lausitz bei Cottbus betreibt Weinbau auf einem Gelände, auf dem früher Braunkohle abgebaut wurde.

Erfolgreiche Winzer mit Enthusiasmus

Auch in zwei anderen Regionen leisteten Pioniere aus dem Westen Aufbauhilfe. Stephan Herzer, 57, aus dem pfälzischen Grünstadt machte sich nach einer Winzerlehre in Württemberg und im Rheingau und dem Studium an der Weinuni Geisenheim 1992 auf nach Naumburg an der Saale, um dort Winzer zu werden. Die ersten Jahre lieferte er seine Trauben an die Genossenschaft in Freyburg ab und war schnell ein angesehenes Mitglied der Saale-Unstrut-Weinszene, weil er sich in die Vorstandsarbeit einbrachte und die Gebietsweinkönigin Andrea (1991/92) heiratete. Nach Geburt der beiden Söhne Lukas (1996) und Markus (1998) war es Zeit, selbstständig zu werden. In einem einstigen Bauernhof richtete er ein Weingut ein und erweiterte die Rebfläche auf über 20 Hektar. Schon lang kann er sich über Erfolge bei Prämierungen und Wettbewerben freuen und sieht die
Zukunft langfristig gesichert. Der Nachwuchs studiert bereits – wie etliche Saale-Unstrut-Junioren – in Geisenheim. Das grösste private Weingut im Saale-Unstrut-Gebiet befindet sich nicht in Sachsen-Anhalt, sondern in Thüringen, wo Weinbau zu DDR-Zeiten nahezu zum Erliegen gekommen war. Auf den Fluren von Bad Sulza wagte eine Agrargenossenschaft 1992 einen Neuanfang, brauchte aber zwei Jahre später einen Fachmann an der Spitze. Der wurde in Württemberg gefunden. Andreas Clauß, Sprössling einer Esslinger Weinfamilie, hatte bei Drautz-Able in Heilbronn und Hans Wöhrle in Lahr Winzer gelernt und avancierte in Weinsberg zum Weinbautechniker. 1994 ereilte ihn der Ruf aus Thüringen. Auch hier half eine enge Bindung zum weiblichen Teil der Bevölkerung. Kathrin, 1995/96 Weinprinzessin im Gebiet, wurde seine Frau – und Teilhaberin in dem schnell wachsenden Weingut. Die Stadt Bad Sulza, die den Weinbau im Gebiet fördern will, stieg zudem als Gesellschafter ein. So konnte 1998 ein Bauernhof im Ortsteil Sonnendorf zum schmucken Weingut umfunktioniert werden. Der Betrieb bewirtschaftet heute 50 Hektar Reben. Denn der unternehmungslustige Clauß nutzte die Chance durch Zuteilung von Pflanzrechten in dieser Region schneller als andere. Inzwischen hat er ein breites Rebensortiment unter anderem mit Riesling, Müller-Thurgau, Gutedel, Grünem Veltliner und einigen Piwis, die für die Zukunft nach seiner Einschätzung immer wichtiger werden.

 

Von Ost nach West und wieder zurück

 

Jörn Goziewski

Der geborene Erfurter Jörn Goziewski, 39, will mit der Stiftung Vereinigte Kirchen- und Klosterkammer in seiner Heimatstadt den traditionsreichen, aber erloschenen Weinbau in Thüringens Hauptstadt (einst bis zu 2000 Hektar Reben) wiederbeleben. Die Stiftung stellt das Gelände mit acht für Weinbau genehmigten Hektar zur Verfügung. 2020 wurden zunächst fünf Hektar mit Riesling, Spätburgunder, Chardonnay, Goldmuskateller und Viognier bepflanzt. Die Jungreben machten gleich Bekanntschaft mit Frost und Hagel, aber sie kamen durch. Bis 2022 soll neben den Reben eine Kellerei mit Vinothek entstehen. Zum Wein kam Jörn als 18-Jähriger durch seinen weinaffinen Vater. Bald danach ging er für ein Praktikum in den Rheingau, studierte in Geisenheim und bildete sich in Südtirol, Spanien und Neuseeland fort. Danach wurde er Betriebsleiter in der Rheingauer Ankermühle, gründete dann in Geisenheim ein eigenes kleines Weingut namens Jörn, wo er «Naturwein mit Ecken und Kanten, aber mit maximaler Feinheit» erzeugt. In Erfurt strebt er mehr klassische Weine an. Die Zukunft des Rheingauer Mini-Betriebes ist aktuell noch ungewiss. Erstmal muss Erfurt ans Laufen kommen.

www.joernwein.de

 

Karl Friedrich Aust

Der Vater war Baumeister im Dresdner Zwinger und bewirtschaftete Reben im Nebenerwerb in Radebeul. 1995 machte Karl Friedrich Aust (Jahrgang 1978) ein landwirtschaftliches Praktikum in den USA, schloss eine Ausbildung als Steinmetz und Steinbildhauer in Köln ab und tourte immer wieder in die alte Heimat, um die Reben des verstorbenen Vaters zu pflegen. 2001 entschloss er sich, den Westen hinter sich zu lassen, und gründete ein richtiges Weingut. Die Winzerausbildung wurde nachgeholt, der Familienbesitz erweitert (heute 6,5 Hektar) und durch eine Weinstube ergänzt. Mit seinen Weinen hat er sich an die sächsische Spitze hochgearbeitet.

www.weingut-aust.de 

 

Von Ost nach West

 

Sie sind aus dem deutschen Osten und haben auch sonst einige Gemeinsamkeiten. Weder Yvette Wohlfahrt noch Dörthe Stein, Johannes Brückner oder Thomas Porsch sind mit Wein familiär vorbelastet. Aber im Westen haben sie auf unterschiedliche Art in der Szene ihre Berufung gefunden und dabei nie irgendwelche Ossi-Ressentiments verspürt. Kennengelernt haben sie sich beim Studium an der Weinuni Geisenheim. Ihre dazugehörigen Praktika führten sie in die weite Welt und spannende Länder, was den Begriff «Gnade der späten Geburt» aufdrängt. Denn zu DDR-Zeiten wären allenfalls Ungarn, Russland und Bulgarien als Weinpraktika-Länder denkbar gewesen. Aber da befand sich das Quartett noch im kindlichen Alter.

 

Dörthe Stein, 35, wurde in einem kleinen Ort in der Nähe von Leipzig geboren. Ein Schulpraktikum führte sie eher zufällig in die Winzergenossenschaft Meißen. «Das hat Spass gemacht», erinnert sie sich. Dann versuchte sie den beruflichen Einstieg in die Landwirtschaft «mit Gänsen, Ziegen und Gemüse», ehe sie sich zur Winzerausbildung im Weingut Schloss Wackerbarth in Radebeul (Sachsen) entschloss. Das dritte Lehrjahr verbrachte sie in Heilbronn im Weingut von Helga Drautz. Danach wusste sie endgültig: «Wein ist mein Ding.» Die nächsten Stationen waren Geisenheim, dann Chat Sauvage im Rheingau und ein längerer Aufenthalt in einem spanischen Familienbetrieb, wo sie nach einigen Monaten die Verantwortung im Keller übernehmen durfte. Zurück im Rheingau half der Zufall bei der Stellensuche. Bei Graf Schönborn wurde jemand gebraucht, der die länger vernachlässigten Toplagen wieder auf Vordermann bringen sollte. Seit 2015 verantwortet sie den Aussenbetrieb. Dabei hat sie es gelegentlich mit Kellermeister Florian Franke zu tun, der der Lebensgefährte der zweiten Dame aus dem deutschen Osten ist. 

 

Ein Profi-Önologe wurde Johannes Brückner, 35, gebürtig aus Gera. Aber erstes Berufsziel war ein solides Handwerk («ich stand gern an der Werkbank»). Doch als das Staatsgut Kloster Pforta einen Auszubildenden suchte, bewarb er sich wegen der Grosseltern in Naumburg, wurde genommen und liess nicht mehr ab vom Wein. Es folgte ein Praktikum bei André Gussek in Naumburg, einem altgedienten Profi, der etliche Jahre den Keller des einst volkseigenen Gutes in Bad Kösen und dann des Landesgutes verantwortete. Weitere Stationen waren unter anderem Tiefenbrunner in Südtirol, Bründlmayer im Kremstal, Kanada, diverse deutsche Weingüter und zwischendrin vier Jahre Geisenheim. Fast hätte es ihn dann wieder zu Kloster Pforta verschlagen. Aber die Freundin tendierte mehr zum deutschen Süden, so dass er dem Ruf des Staatsweingutes Meersburg folgte und dort kurz vor dem Herbst 2018 1. Kellermeister wurde. Heute fühlt er sich am Bodensee sehr wohl und geniesst die für ihn noch neue Sesshaftigkeit.

 

Die gebürtige Thüringerin Yvette Wohlfahrt, 39, wollte eigentlich Holzdesignerin werden. Dann las sie einen interessanten Bericht über den Beruf Weinküfer, der sie auf einen neuen Gedanken brachte. Dieser führte sie ebenfalls zum Lehrbetrieb Schloss Wackerbarth. Es folgte von 2004 bis 2009 ein Studium im wissenschaftlichen Bereich in Geisenheim mit Abstechern nach Neuseeland, Kanada, Australien und in die Schweiz. Beim Studium war eines ihrer Themen die Virusbefreiung von Reben. Solche Arbeiten machten ihr riesigen Spass. Derzeit ist sie als enge Mitarbeiterin von Geisenheims Öko-Papst Dr. Randolf Kauer im Institut für allgemeinen und ökologischen Weinbau tätig und befasst sich vor allem mit Biodynamie. Nebenbei macht sie mit ihrem Freund auf 0,6 Hektar etwas eigenwillige Weine (einer ist als «Orange Utan» deklariert) und richtig guten Wermut. «Wir sind ein durchgeknalltes Önologen-Pärchen», lacht sie. 

 

Thomas Porsch, 39, registrierte als Dresdener schon in der Jugend, dass er in der Nähe von Wein aufwuchs, und wagte sich als 15-Jähriger erstmals ans Glas. Er befand, dass er mit dem Lehrberuf Hotelfachmann mehr vom Thema erfahren könnte, machte die entsprechende Ausbildung, arbeitete dann in erstklassigen Dresdner Häusern (Bülow-Residenz, Taschenberg-Palais) im Service, teilweise in verantwortlicher Position, nahm eine Auszeit in Australien und Neuseeland und wusste danach, dass für ihn die Gastronomie auf Dauer zu stressig sein würde. Also studierte er in Geisenheim internationale Weinwirtschaft. Anschliessend jobbte er in Weingütern, arbeitete im Verkauf und wurde schliesslich von einem Mannschaftskameraden nach dem Fussball-Training der Weinelf unter der Dusche als Verkaufschef verpflichtet. Seitdem sorgt er für guten Absatz der Weine von Winzer Michael Trenz aus Johannisberg. Und wenn er für die Weinelf kickt, wird er seinem Ruf als «Sachsen-Maradona» (früher Mitglied des ruhmreichen SV Sachsenwerk) gerecht! 

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