Rückgang in Exportmenge und Exportwert

Deutsche Weinexporte wurden 2020 ausgebremst

Text: Fanny Urech | Veröffentlicht: 26. Februar 2021


Die aus Deutschland exportierte Menge an Wein ging im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt. Insgesamt wurden 953'000 Hektoliter Wein im Wert von 277 Millionen Euro exportiert. Dies bedeutet, dass sich sowohl die exportierte Menge als auch ihr Wert um jeweils neun Prozent verringerte. Innerhalb der einzelnen Exportmärkte kam es jedoch zu grossen Unterschieden.

US-Export gehemmt

In Deutschlands wichtigstem Exportmarkt USA mussten die deutschen Weinerzeuger aufgrund der Strafzölle im Jahr 2020 einen Wertverlust von 19 Prozent beziehungsweise zwölf Millionen Euro verkraften, schreibt das DWI in einer Pressemitteilung. Dieser Verlust allein entspreche bereits 42 Prozent des weltweiten Umsatzrückgangs im Deutschen Weinexport. Dies, obwohl das Minus bei den exportierten Weinmengen in die Vereinigten Staaten mit sechs Prozent beziehungsweise 9'000 Hektoliter vergleichsweise moderat ausgefallen sei. Grund seien die strafzollbedingten Verteuerungen.

Export in skandinavische Länder verlief positiv

Im Gegensatz zum US-Export konnten sich die Weinausfuhren in skandinavische Länder positiv entwickeln. In Norwegen konnte laut dem DWI ein Zuwachs von 26 Prozent im Exportwert und 40 Prozent im Absatz verzeichnet werden. Damit konnte das Land seinen zweiten Platz im Ranking der Weinexportmärkte festigen. Auch der Export nach Schweden legte zu. Mit einem Plus von drei Prozent im Exportwert befindet sich das Land weiterhin auf dem sechsten Rang. Finnland konnte sich mit einem Zuwachs von 14 Prozent auf Platz acht vorarbeiten.

Die grösste Wertsteigerung erreichte der deutsche Weinexport in Dänemark mit einem Plus von 30 Prozent.

Hoffnung in die Zukunft

Trotz dem Rückgang in den USA ist die DWI-Geschäftsführerin Monika Reule zuversichtlich, dass sich die deutschen Weinexporte wieder positiv entwickeln werden. Dies allerdings erst, wenn der Subventionsstreit zwischen der EU und den USA beigelegt werden könne und die Corona-Pandemie überwunden sei.

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