Untersuchung der IHK Trier

Deutsche Weinexporte leiden wegen Corona

Text: Linus Bauer | Veröffentlicht: 8. Januar 2021


Der Export deutscher Weine ist im Jahr 2020 stellenweise deutlich zurückgegangen. In einzelnen Ländern nahmen die Absätze stark ab, schreibt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Zudem sank der Durchschnittspreis der Auslandslieferungen für einen Liter Wein um 8,8 Prozent auf 2,86 Euro. Schuld daran sei neben politischen Belangen auch die weltweite Corona-Pandemie.

Schwieriger Handel mit den USA und Grossbritannien

Vor zehn Jahren exportierte Deutschland noch 30 Millionen Liter Wein in die USA. Aktuell liege der Wert nur noch bei 15,5 Millionen Liter jährlich. Neben der Pandemie sorgen auch die amerikanischen Strafzölle für schwierige Handelsbedingungen. IHK-Chef Albrecht Ehses hofft auf eine Besserung unter dem neuen Präsidenten Joe Biden und eine Beilegung des anhaltenden Subventionsstreits.

Auch die Beziehungen mit Grossbritannien, einst der wichtigste Handelspartner Deutschlands, gestalten sich schwierig. Im Vorfeld des Brexits sank der Weinexport auf die Insel um satte 30 Prozent. 9,6 Millionen Liter deutscher Wein fanden 2020 ihren Weg nach Grossbritannien.

Keine Erholung für 2021 erwartet

Besser sehen die Handelsbeziehungen mit Skandinavien aus. Norwegen und Finnland importierten zuletzt über 30 Prozent mehr deutschen Wein. Auch das Geschäft mit Schweden und Dänemark gelte als stabil. Trotzdem rechnet Albrecht Ehses nicht damit, dass sich die deutschen Exporte im Jahr 2021 erholen werden.

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