Versicherung gegen Frost

Finanzielle Unterstützung für bayrische Winzer

Text: Fanny Urech | Veröffentlicht: 5. Januar 2021


Ab Mitte Januar 2021 unterstützt das deutsche Bundesland Bayern seine Winzer und Obstbauern finanziell beim Abschluss einer Frostschutz-Versicherung. Dies teilte das bayrische Landwirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung mit. Die Versicherung greift bei Schäden an den Reben durch immensen Frost oder Starkregen und will so wetterbedingte Ertragseinbussen abmildern.

Das Landwirtschaftsministerium will die Winzer und Obstbauern jährlich mit insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Abschluss einer solchen Versicherung unterstützen. Durch das neue Sonderprogramm bekommen Obst- und Weinbaubetriebe künftig einen Zuschuss von bis zu maximal 50 Prozent ihrer Versicherungsprämie. Laut der deutschen Presseagentur rechnet das Ministerium im ersten Jahr mit 500 bis 1000 Anträgen.

Massive Frostschäden im Jahr 2020

Durch klimabedingte Veränderungen kommt es in Deutschland vermehrt zu Spätfrösten im Frühjahr, wenn die Reben bereits ausgetrieben haben. Durch diesen Frost sterben die Knospen, die jungen Blätter und die jungen Triebe ab. Dies kann zu massiven Schäden an den Weinbergen und zu erheblichen Ernteverlusten führen.

Im Mai 2020 war über die Hälfte der Anbaufläche in der Region Franken von solchen Frösten betroffen. Laut Frankens Weinbaupräsident Artur Steinmann erlitten manche Winzer bis zu 80 Prozent Verlust. Der Frost habe sie stärker getroffen als Corona.

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