Durch COVID-19 Pleite gegangen

Grossbritannien verlor 2020 9'930 Gastrobetriebe

Text: Fanny Urech | Veröffentlicht: 25. Januar 2021


Die Covid-19-Pandemie führte in Grossbritannien im Jahr 2020 zu 9'930 definitiven Schliessungen von lizenzierten Lokalen. Dies bedeutet einen Anstieg der Netto-Schliessungen um 175 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie der Market Recovery Monitor von ALIXPARTNERS und CGA, internationale Daten- und Erkenntnisberatung im Gastronomiebereich, zeigt. Im Jahr 2019 mussten lediglich 2'171 lizenzierte Betriebe schliessen.

Casual-Dining-Sektor besonders schwer betroffen

Trotz staatlichen Zuschüssen und Zugeständnissen waren viele kleine Betriebe im Gastgewerbe nicht in der Lage, das nötige Geld aufzubringen, um über Wasser zu bleiben.

Der Bericht unterstreicht die erheblichen Auswirkungen der Pandemie auf den Casual-Dining-Sektor, also Gastronomiebetriebe im mittleren Preissegment, wo die Gesamtzahl der Standorte im Jahr 2020 um 9,7 Prozent sank.

Es könnte noch schlimmer kommen

Regional gesehen wurden die Gastrobetriebe in Birmingham am stärksten von der Pandemie getroffen. Dort wurde ein Netto-Rückgang an Standorten von 8,5 Prozent verzeichnet. In London wurde ein Netto-Rückgang von 4,5 Prozent nachgewiesen. Die Standorte reduzierten sich von 3'460 auf 3'303.

Zwei Drittel der Schließungen erfolgten in der zweiten Hälfte des letzten Jahres. Laut dem Market Recovery Monitor könnten die Schliessungen im Jahr 2020 nur die Spitze des Eisbergs sein, verglichen mit dem, was in der ersten Hälfte des Jahres 2021 noch kommen könnte.

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