Montagne de Reims

Rebfläche

4200 Hektar

Produktion

rund 15 Prozent der Traubenproduktion der Champagne

Top 3-Traubensorten

Pinot Noir, Chardonnay

Weinart

Fruchtig-kräftige Schaumweine mit Biss

Die Kunst des Verschnitts besteht erst einmal darin, Champagner-Grundweine unterschiedlicher Herkunft zu einem ausgewogenen, vollwertigen Grundwein zu komponieren, der Jahr für Jahr gleich ausfällt und den Stil der Marke repräsentiert. Dafür stehen dem Kellermeister oder, wie er hier heisst, Chef de Cave Weine mehrerer Regionen zur Verfügung. Die Montage de Reims ist das historische Herz des Champagners.

Geschichte

Weine aus Aÿ, Hautvilliers, aber auch anderen Dörfern der Montagne de Reims waren schon im Mittelalter gesucht und teuer und unterschieden sich durch ihre glasklare weisse oder hellrosa Farbe und ihre besondere Delikatesse von sogenannten Vins Ordinaires, den gewöhnlichen Weinen des Volks. Selbst als die ersten Champagner in London zu schäumen begannen, pochten die Geistlichen der diversen Abteien der Region auf die Leichtigkeit ihrer Weine und verpönten die neue Mode, bevor sie etwa 50 Jahre später ebenfalls den Pfad des schäumenden Weins einschlugen, für dessen Verbreitung ein wachsender Handel sorgte: Das erste Champagnerhaus, Ruinart, wurde 1729 in Reims gegründet.

Geografie

Die Montagne de Reims ist genau genommen ein Hochplateau von rund 30 Kilometer Länge und knapp 10 Kilometer Breite, das sich zwischen Reims im Norden und Épernay im Süden erstreckt und maximal 288 Meter Höhe erreicht. Die Reben wachsen an sanft abfallenden Hängen.

Klima und Boden

70 Millionen Jahre geologische Geschichte resultieren in Böden von Kreide, Sand, Lehm und Kalk mit zahlreichen Fossilien. Erstaunlicherweise sind viele Reblagen nach Norden ausgerichtet: Abends sinkt die kalte Luft in die Ebene ab; die warmen Luftströmungen, die sich tagsüber über der Montagne de Reims gebildet haben, folgen nach und schützen so die Reben vor zu grosser Abkühlung. Auch die Wälder wirken sich mässigend auf das Kontinentalklima aus.

Weine und Produktionsmenge

Dem Pinot Noir behagt diese Klima- und Terroirzone ganz besonders. Er macht hier fast 60 Prozent des Rebsatzes aus und ergibt ausserordentlich frische und aromatische Weine mit delikaten Aromen roter Früchte, Biss und Länge und guter Struktur. Er gibt Top-Champagnern das nötige Gerüst. Knapp 30 Prozent gehören dem Chardonnay, der früher austreibt und daher stärker von den Spätfrösten bedroht ist. Er wächst vor allem in Lagen nach Osten hin. Trépail und Villers-Marmery sind zwei hervorragende Chardonnay-Zonen der Montagne, die überaus duftige und delikate Grundweine ergeben. Wenig Pinot Meunier dient der Assemblage.
Die Rebflächen der Dörfer Ambonnay, Beaumont-sur-Vesle, Bouzy, Louvois, Mailly-Champagne, Puisieulx, Sillery, Verzenay, Verzy und Tours-sur-Marne sind als Grands Crus klassiert.

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