Kanarische Inseln

Rebfläche

19 000 Hektar (davon 7 600 Hektar mit D.O.Status)

Produktion

ca. 40 Millionen Liter

Top 3-Traubensorten

Listán Negro, Malvasía, Güal

Weinart

Frischfruchtige, bekömmliche Weiss- und Rotweine

Die Kanarischen Inseln bilden eine überaus vielfältige, ja komplexe Weinwelt. Über 40 eigenständige Sorten sollen hier noch zu finden sein. Die Basis für die erstaunlich frischen und bekömmlichen Weine mit oft ausgeprägt mineralischem Charakter, sind die vulkanischen Böden unterschiedlichen Alters. Während die Reben in Lanzarote in noch jungen, puren schwarzen Aschenböden (Picón genannt) wurzeln, sind die Weinbergsböden in Teneriffa und La Palma fruchtbarer und enthalten auch Basalt, Lehm, Schotter und Kalk.

Geschichte

Der Weinbau gewann auf den kanarischen Inseln erst nach der Eroberung durch die Spanier im 15. Jahrhundert an Bedeutung. Auch portugiesische Einwanderer trugen zum Boom bei, der im 16. Jahrhundert mit alkoholverstärkten, süsslichen Weinen nach Sherry-Manier seinen Höhepunkt erlebte. Unter der Bezeichnung «Canary Sack» wurde dieser Weintyp weltbekannt, so dass er sogar in den Werken von Shakespeare zitiert wurde. Doch wegen der sich verschlechternden Beziehungen zu Spanien importierten die Engländer schon ab dem 17. Jahrhundert vorzugsweise Madeira-Weine, wodurch der Weinboom auf den Kanaren schnell wieder endete. Dank dem Tourismusboom der letzten Jahrzehnte wird auf den kanarischen Inseln noch immer auf rund 19 000 Hektar Wein angebaut. Heute bestehen hier nicht weniger als zehn verschiedene D.O.-Ursprungsbezeichnungen. Qualitativ haben sich die Weine in den letzten Jahren stark verbessert.

Geografie

Die zu Spanien gehörende Inselgruppe liegt im östlichen Zentralatlantik, rund 100 bis 500 Kilometer westlich der afrikanischen Küste auf der Höhe von Marokko.

Klima und Boden

Generell herrscht ein mildes Atlantikklima vor. Für die nötige Feuchtigkeit sorgt der Nordostpassat, der auch in Form von Tauniederschlag die Reben mit dem nötigen Wasser versorgt. Raue Atlantikstürme und heisse Luftmassen vom afrikanischen Kontinent her, sind weitere Faktoren. Die Böden sind generell vulkanisch geprägt, das Spektrum reicht von puren Aschenböden (Lanzarote) bis zu fruchtbaren Böden (La Palma, Teneriffa).

Anbaugebiete und Rebfläche

Mit einer Rebfläche von schätzungsweise 19 000 Hektar ist der Weinbau klar der wichtigste Landwirtschaftsektor auf den Kanarischen Inseln. Allerdings befinden sich nur rund 7 600 Hektar in den zehn D.O-Gebieten. Mit einer D.O.-Fläche von total rund 6 300 Hektar nimmt Teneriffa klar die führende Stellung im Weinbau der Kanaren ein. Hier wird Wein bis in Höhenlagen von 1 800 Meter über Meer betrieben.

Weine und Produktionsmenge

Ein breites Spektrum von trockenen, aber auch restsüssen und edelsüssen Weinen bringt die Malvasía-Traube hervor. Trockene Crus zeigen dabei oft eine edle, mineralisch-salzige Note. Rotweine werden vor allem aus der Sorte Listán Negro gekeltert, die ein Garant für frischfruchtige, bekömmliche Weine ist. 

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