Rioja

Rebfläche

ca. 60 000 Hektar

Produktion

280 Millionen Liter

Top 3-Traubensorten

Tempranillo, Garnacha, Viura

Weinart

Kräftige, gut strukturierte und lagerfähige Rotweine

Die Rioja war die erste spanische Rotweinregion mit einem weltweiten Qualitätsimage. Der Ruhm der Rioja-Weine basiert bis heute massgeblich auf den «Reservas» und «Gran Reservas», die jahrelang in Fässern ausgebaut werden, bis sie auf den Markt kommen. Bei den in den letzten Jahren neu entstandenen Topweine handelt sich aber zunehmend über sogenannte «Vinos de Autor» (limitierte Selektionen) oder Crus aus Einzellagen mit oft alten Rebbeständen.

Geschichte

Die Römer legten die Basis zum heutigen Weinbau. Einen Dämpfer erhielt die blühende Weinbaukultur während der Herrschaft der Mauren, die hier aber weniger lang dauerte als im Süden. Vor allem die Klöster trieben danach den Rebbau von neuem voran. Die Lage der Rioja am vielbegangenen Jakobsweg nach Santiago de Compostela gab den Winzern neue Impulse. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Reblaus die Weinberge von Bordeaux zerstörte, kamen die französischen Weinhändler nach Rioja, wo sie gleichwertigen Ersatz fanden. Der Bau der Bahnlinie von Haro nach Bordeaux förderte die Entstehung der mächtigen Rioja-Häuser, deren Ruhm bis heute anhält. Nebst den klassischen «Reservas» und «Gran Reservas» sind hier in den letzten Jahren zunehmend voll konzentrierte Gewächse der modernen Machart entstanden.

Geografie

Die Rioja bildet ein rund 100 Kilometer langes und 40 Kilometer breites Band, entlang der südlichen Ausläufern  des kantabrischen Gebirges. Die Region besteht aus den drei Subregionen Rioja Alta (im Südwesten), Rioja Alavesa (im nördlichen Zentrum des Gebietes) sowie der Rioja Baja (im Südosten).

Klima und Boden

Während in der Rioja Alta der Einfluss des kühlen Atlantik stark ist, liegt die Rioja Alavesa im Wechselspiel von kühler Atlantik- und warmer Mittelmeerluft. Im wärmsten Teilgebiet, der Rioja Baja, ist der mediterrane Einfluss am stärksten. Entlang dem Ebro und seinen Zuflüssen dominieren Schwemmlandböden mit Kies und Sand, in vielen Toplagen wurzeln die Reben in eisenhaltigen Lehmböden mit hohem Kalkanteil.

Anbaugebiete und Rebfläche

Die total 60 000 Hektar umfassende Rebfläche unterteilt sich in die Sub-Gebiete Rioja Alta (rund 21 000 Hektar), Rioja Alavesa (rund 12 000 Hektar) und Rioja Baja (rund 18 000 Hektar).

Weine und Produktionsmenge

Die unangefochtene Hauptsorte ist heute der Tempranillo (rund 39 000 Hektar). Allerdings ist der klassische Rioja stets eine Assemblage aus Tempranillo, Garnacha, Graciano sowie Mazuelo (Carignan). Vor allem die Graciano-Traube ist wegen ihrem hohen Säureanteil wieder im Aufwind. Weisse Rioja-Weine werden aus Viura, Malvasia und Garnacha Blanca bereitet. Jährlich werden rund 280 Millionen Liter Wein produziert. Der Exportanteil liegt bei rund 30 Prozent.

 

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