Crozes-Hermitage

Rebfläche

1650 Hektar

Produktion

8 Millionen Flaschen

Top 3-Traubensorten

Syrah, Roussanne, Marsanne

Weinart

Vielfältige, fruchtig-dichte Rotweine, trockene Weissweine

Crozes-Hermitage steht immer etwas im Schatten des bekannteren Nachbarn, mit dem es einen Teil des Namens teilt, was das Missverständnis aufkommen lässt, hier würden Weine von ähnlichem Kaliber erzeugt, was dann oft zu leichter Enttäuschung führt. In Wirklichkeit wollen die meist preiswerten Rot- und Weissweine der Appellation gar nicht mehr als gefallen – als gute Essensbegleiter für jede Gelegenheit.

Geschichte

Crozes-Hermitage ist nicht nur die flächenmässig grösste der nördlichen Rhône-Appellationen, sondern in gewisser Hinsicht auch die jüngste. Weil ein Teil des Hermitage-Hügels in der Gemeinde Crozes liegt, beschloss der Gemeinderat Anfang des 20. Jahrhunderts, nach Burgunder Vorbild den Namen der bekannten Weinlage beizufügen. Nach der Schaffung der AOC Hermitage wollte Crozes auch die nicht als Hermitage klassierten Lagen schützen lassen und setzte 1937 die AOC Crozes-Hermitage durch. Sie galt vorerst nur für die Reblagen der Gemeinde. 1952 wurden zehn weitere Gemeinden in die AOC aufgenommen. Die Rebfläche wuchs auf fast 5000 Hektar an, darunter waren auch Lagen, die traditionell dem Anbau von Tafelobst dienten. 1989 kam es zu einer Restrukturierung, bei der die weniger guten Zonen wieder von der AOC ausgeschlossen wurden, was für einen gewaltigen Qualitätsschub sorgte.

Geografie

Crozes-Hermitage liegt am linken Ufer der nördlichen Rhône im Departement Drôme. Die Appellation beginnt im Norden von Tain-lʼHermitage und reicht bis in den Norden von Valence.

Klima und Boden

Crozes-Hermitage wird sowohl vom semikontinentalen wie auch vom Mittelmeerklima beeinflusst, die hier eine interessante Wechselwirkung ausüben. Viel Sonne wird durch kühle Luftströmungen aus dem Norden gemildert, die im Winter auch ganz schön eisig ausfallen können; der Südwind hingegen bringt Gewitter und schwüles Wetter, besonders im August und September. Die Böden sind aufgrund der Ausdehnung der Appellation sehr vielfältig. Im Süden herrschen Terrassen von Kiesböden vor, vermischt mit rotem Lehm, im Norden Böden von Granit, Sedimenten und Sand.

Weine und Produktionsmenge

Bei der Produktion von 60 000 Hektolitern handelt es sich grösstenteils um angenehm fruchtige, geschmeidige, trinkige Rotweine mit Aromen von roten Beeren und Gewürzen, die schon jung gut schmecken und zu jeder Art von Küche passen. Die Weissweine sind von ähnlichem Kaliber, ausgewogen, von angenehmer Fülle und zurückhaltender Würze.

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