Brunello di Montalcino: Supertoskaner

Rebfläche

2100 Hektar

Produktion

50 000 Hektoliter

Traubensorte

Sangiovese

Weinart

alterungsfähiger eleganter Rotwein aus Sangiovese

Auf einem Hügel im Herzen der südlichen Toskana liegt ein Juwel des italienischen Weinbaus: Montalcino, die Heimat des DOCG-Weines Brunello di Montalcino, der einzig und allein aus ureigenen Sangiovese-Trauben gekeltert werden darf. Seine Besonderheit liegt in seinem einzigartigen facettenreichen Terroir: Von gerade mal 2100 Hektar Rebfläche und aus einer einzigen Rebsorte werden unterschiedlichste Interpretationen eines Brunello kreiert. 

Geschichte

Die Rebkultur hat in Montalcino schon vor Jahrhunderten Fuss gefasst, der Aufschwung zur heutigen Grösse geschah aber erst im 19. Jahrhundert: Der Erfolg der langlebigen Sangiovese-Weine von Clemente Santi Mitte des 19. Jahrhunderts veranlasste auch eine Reihe anderer Winzer, Brunello di Montalcino zu kreieren. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts zählte der Brunello di Montalcino zu den bekanntesten und langlebigsten Weinen Italiens. 1966 wurde die DOC gegründet, 1980 erhielt das Anbaugebiet DOCG-Status. 

Geografie

Montalcino liegt in der südlichen Toskana und ist rund 80 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer entfernt. 

Klima und Boden

Neben Galestro findet man hier Ablagerungsböden oder Alberese, die Reblagen reichen von 150 Metern bis in Höhen von 500 Metern. Je nach Lage sind sie entweder vom kontinentalen Klima des Inlandes oder vom Einfluss des Tyrrhenischen Meeres geprägt. 

Anbaugebiete und Rebfläche

Sangiovese reift im sonnenverwöhnten Süden des Anbaugebietes schon ab der ersten Septemberhälfte. Brunello von hier zeichnen sich daher oft durch mehr Alkohol, weniger Säure und mehr Dichte aus. Auch im Südwesten und Westen der Zone werden die Trauben zeitiger gelesen, die Rebberge liegen hier in rund 300 Meter Meereshöhe. Elegante und charaktervolle Weine stammen aus den Rebbergen im Norden und Nordosten Montalcinos. 

Weine und Produktionsmenge

Der Brunello di Montalcino muss zu 100 Prozent aus Sangiovese-Trauben bestehen. Im Keller sind mindestens zwei Jahre im Eichenfass vorgesehen und mindestens vier Monate (sechs für die Riserva) in der Flasche. Ein Brunello di Montalcino kommt frühestens fünf Jahre nach der Lese auf den Markt, eine Riserva sechs Jahre nach der Lese. Neben dem Brunello ist noch der Rosso di Montalcino von Bedeutung, der ebenfalls aus Sangiovese gekeltert wird und ein Jahr nach der Lese erscheint.

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