Toskanische Küste: Nicht nur Maremma

Rebfläche

15 000 Hektar

Produktion

400 000 Hektoliter

Top 3-Traubensorten

Cabernet, Merlot, Vermentino

Weinart

geschmeidig-füllige Rotweine, frische Weissweine

Die andere Toskana nennt man sie auch, die toskanische Küste zwischen Ligurien und dem Latium: Hier steht nicht Sangiovese im Vordergrund, denn hier haben sich im Zug des Erfolges von Bolgheri in erster Linie internationale Rebsorten breitgemacht – sei es im Süden der toskanischen Küste, der traditionellen Maremma, sei es im Norden, an der Grenze zu Ligurien oder im Hinterland. Überraschend frisch geraten hier aber auch Weissweine, zum Beispiel aus der Vermentino-Traube. 

Geschichte

Die Maremma war ursprünglich eine zusammenhängende, mit dem Tyrrhenischen Meer verbundene Sumpflandschaft, die in römischer Zeit Maritima Regio hiess. Die Sümpfe wurden zum Teil erst unter der Herrschaft des Grossherzogtums Toskana im 19. Jahrhundert trockengelegt. Bereits die Etrusker, die auf den Hügeln siedelten, betrieben Weinbau. Über die Jahrhunderte waren Reben nur Teil der landwirtschaftlichen Mischkultur. Im Zug des Erfolges der Weine aus Bolgheri wurde aber auch der Rest der toskanischen Küste zunehmend Weinbaugebiet – neben vielen kleinen DOC-Gebieten gibt es heute auch eine DOC Maremma. 

Geografie

Die Maremma ist eine Landschaft in Mittelitalien, zu der die gesamte südliche Toskana und Teile des nördlichen Latium gehören. Im engeren Sinne umfasst die Maremma aber nur den flachen, von den Hügelketten der Monti dell’Uccellina unterbrochenen Küstenstreifen zwischen dem Golf von Follonica, den Flussläufen der Bruna und des Ombrone sowie der Lagune von Orbetello am Monte Argentario.

Klima und Boden

Die Anbauzonen entlang der toskanischen Küste sind vom Tyrrhenischen Meer geprägt: Während der heissen Sommer sorgen feuchte Brisen für die nächtliche Abkühlung der Rebberge. Die Bodenstruktur ist unterschiedlich und reicht von Schwemmland über Kalk und Lehm bis zu sandigen Strukturen. 

Anbaugebiete und Rebfläche

Die Anbauzonen der toskanischen Küste erstrecken sich von Massa Carrara im Norden, wo noch Einflüsse Liguriens vorherrschen, bis in die südliche Maremma, das ausgedehnte Küstengebiet im Südwesten der Region. 

Weine und Produktionsmenge

Unterschiedlich wie die Anbauzonen sind auch die Weine, die produziert werden. Ausser in einigen Enklaven ist Sangiovese hier keineswegs die dominierende Rebsorte: Schon lange ist die Küste die Heimat internationaler Rebsorten: Cabernet, Merlot, aber auch Syrah oder Alicante haben hier zum Teil ideales Terroir gefunden, das manche mit Kalifornien vergleichen, andere mit der Rhône oder Spanien. 

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