Apulien: Rotes Dreigestirn und mehr

Rebfläche

83 000 Hektar

Produktion

5,6 Mio. Hektoliter

Top 3-Traubensorten

Nero di Troia, Primitivo, Negroamaro

Weinart

je nach Rebsorte langlebige, fruchtige oder opulente Rotweine, dazu überraschend frische Weiss- und Roséweine 

Reben und Olivenbäume findet man fast überall in Apulien. Früher wurden Weine und Mostkonzentrate aus Apulien gerne in anderen Regionen verwendet, um die dortigen Produkte aufzubessern. Kellermedizin nannte und nennt man das. Aber seit rund 30 Jahren macht die Region immer mehr mit eigenen Etiketten von sich reden. Gekeltert werden sie aus den drei Premiumrebsorten Negroamaro, Primitivo und Nero di Troia. 

Geschichte

Bereits die Griechen kolonisierten im 5. und 6. Jahrhundert vor Christus diese herrliche Region – und brachten gleich einen Teil ihres Reberbes in die neuen Kolonien mit. Später holten sich die Römer die landwirtschaftlichen Produkte für die Reichshauptstadt aus dem fruchtbaren Süden. Die Staufer – unter Friedrich II. und seinem Sohn Manfred – brachten im frühen Mittelalter Wirtschaft, Kultur und auch Politik zur Hochblüte; Friedrich liess sich im Norden Apuliens die trutzige Burg von Castel del Monte als Jagdschloss bauen – sie gibt heute einem der renommiertesten DOCG-Gebiete der Region ihren Namen.

Geografie

Daunia, die Murge, Messapia und Valle dʼItria sowie der Salento: Den Weinbau Apuliens kann man relativ einfach von Nord nach Süd in vier verschiedene Territorien unterteilen, die sich nicht nur geografisch, sondern auch durch ihre Traubensorten unterscheiden.

Klima und Boden

Die Böden bestehen vorwiegend aus Kalkstein mit grossen Anteilen von Lehm und Sandstein. Das Klima ist trocken und heiss, mit geringen Niederschlägen, aber sehr viel Ventilation. 

Anbaugebiete und Rebfläche

Charakterisiert wird Apulien von einer beispiellosen landschaftlichen Vielfalt – von den Berggipfeln der Daunia über ausgedehnte Hochebenen bis zu den Sandstränden des Salento besitzt Apulien viele unterschiedliche Terroirs. Die Vielfalt demonstrieren auch vier DOCG- und 28 DOC-Zonen, einige davon sind weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt: Salice Salentino, Primitivo di Manduria oder Castel del Monte. Die Rebfläche Apuliens beträgt aktuell rund 83 000 Hektar, etwa 80 Prozent davon sind mit roten Rebsorten bepflanzt.

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