Saint-Émilion

Rebfläche

5500 Hektar

Produktion

40 Millionen Flaschen jährlich

Top 3-Traubensorten

Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon

Weinart

Elegante, dichte Rotweine

Saint-Émilion, ein vielbesuchtes mittelalterliches Städtchen, der Legende nach vom heiligen Ämilian gegründet, einem Einsiedler, der in einer Kalksteingrotte hauste, ist heute samt seiner pittoresken Umgebung Weltkulturerbe. Davon profitiert nicht zuletzt der Wein, in der breiten Öffentlichkeit der bekannteste der grossen Bordeaux.

Geschichte

Der Qualitätsweinbau begann hier in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Weine aus Saint-Émilion mit denen des linken Ufers gleichgesetzt. Seit Mitte der 1950er Jahre besitzt die Gemeindeappellation ihre eigene offizielle Klassierung, die im Gegensatz zu der historischen Rangierung von 1855 in regelmässigen Abständen angepasst wird. Aktuell zählt Saint-Émilion 4 Premiers Grands Crus Classés A, 11 Premiers Grands Crus Classés B und 57 Grands Crus Classés. Anders als der Name vermuten lässt, ist die Bezeichnung Saint-Émilion Grand Cru keine offizielle Rangierung, sondern eine geschützte Ursprungsbezeichnung, deren strenges Pflichtenheft jedes Jahr erfüllt werden muss. Sie steht über der Appellation Saint-Émilion.

Geografie

Saint-Émilion liegt ganz oben auf einem Kalkplateau rund 50 Kilometer östlich von Bordeaux am rechten Ufer der Dordogne. Die Reben breiten sich an den Hängen und deren Ausläufern rings um das Städtchen aus. Sie stossen im Norden bis an die Ufer des Flusses vor und grenzen im Süden an die Rebgärten von Pomerol.

Klima und Boden

Vier recht unterschiedliche geologische Zonen profitieren vom durch erste kontinentale Einflüsse ausbalancierten ozeanischen Klima:

1. Das eigentliche Kalkplateau mit sehr mageren Böden, wo die meisten der Premiers Crus beheimatet sind
2. Eine Kiesterrasse im Süden der Appellation mit Sand und wenig Lehm, die sich massgeblich zwei Güter teilen, Figeac und Cheval Blanc
3. Die Ausläufer des Kalkplateaus mit zunehmend lehm- und/oder sandhaltigen Böden
4. Die Schwemmlandböden aus Sand und Kies in Flussnähe im Norden

Weine und Produktionsmenge

Saint-Émilion liefert rund 5 Prozent der roten AOC-Weine von Bordeaux. Mit durchschnittlich 60 Prozent dominiert der Merlot deutlich die Assemblagen. Die Kleinlagen haben hier grossen Einfluss auf den Weinstil, der von klassischen, besonders eleganten und delikaten Weinen bis hin zu etwas eckigen, robusten und kräftigen Kreszenzen reicht, die auch mal einiges Feuer entwickeln.

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